KANTON: Komitee fordert, Kandidatur für Bergstrecke aufzugleisen

Eine Gruppierung macht sich für die Gotthard-Bergstrecke stark. Die historische Bahnlinie müsse ins Unesco-Weltkulturerbe.

Anian Heierli
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Ein Komitee will, dass die Gotthard-Berg­strecke zum Unesco-Weltkulturerbe wird. (Archivbild Key)

Ein Komitee will, dass die Gotthard-Berg­strecke zum Unesco-Weltkulturerbe wird. (Archivbild Key)

Das schweizerische Komitee «Club Bahn 1500» fordert auch nach der Eröffnung des Basistunnels direkte Verbindungen und komfortable Züge auf der Gotthard-Bergstrecke. «Wir sehen die Zukunft der Linie gefährdet», sagt Komitee-Sprecher und Museumsfachmann Kilian Elsasser auf Anfrage. Befürchtet wird, dass nach der Neat-Eröffnung Ende 2016 die Verbindungen auf der Bergstrecke schlechter und die Züge unkomfortabler werden. Dann transportieren Hochgeschwindigkeitszüge die Passagiere auf der Nord-Süd-Achse durch den Gotthard-Basistunnel. Es drängt sich somit die Frage auf, was künftig mit der Bergstrecke geschieht.

Für die Mitglieder des Komitees ist klar: Die Gotthard-Bergstrecke führt durch ein einmaliges Alpengebiet und ist von grosser historischer Bedeutung. «Die Strecke ist eines der wichtigsten Denkmäler der Schweiz des 19. und 20. Jahrhunderts», so Elsasser. «Sie hat das Potenzial, ins Unesco-Weltkulturerbe aufgenommen zu werden.» Deshalb fordert das Komitee die Kantone Uri und Tessin, die SBB und den Bund auf, die Kandidatur der Gotthard-Bergstrecke 2016 für das Unesco-Weltkulturerbe aufzugleisen.