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KANTON: Landeskirche wehrt sich gegen Churer Absichten

Die Leitung der Diözese Chur versuche die Rechte der Landeskirchen zu beschneiden. Das soll verhindert werden.
Äbtissin Imelda Zehnder hält ein Kurzreferat. (Bild Dominik Wunderli)

Äbtissin Imelda Zehnder hält ein Kurzreferat. (Bild Dominik Wunderli)

zf. Das Verhältnis zwischen der Landeskirche Uri und der Diözese Chur ist angespannt. «Einflussreiche Kräfte der Bistumsleitung versuchen, die verbrieften Rechte der Landeskirchen zu beschneiden, wenn nicht gar abzuschaffen», heisst es in der Einladung zur Frühlingssession des Grossen Landeskirchenrats Uri vom Mittwoch, 20. Mai, im Rathaus in Altdorf. «Dagegen hat sich der Kleine Landeskirchenrat – zusammen mit den anderen staatskirchlichen Körperschaften des Bistums – gewehrt und immer wieder deutlich zum Ausdruck gebracht, dass er eine Einschränkung der auch in der Kantonsverfassung festgehaltenen Rechte nicht akzeptieren würde.»

Kopp hat ein offenes Ohr

Wie Bischof Vitus Huonder im August 2013 in einer öffentlichen Schrift publiziert hat, sucht er nach einer Wegleitung für die künftige Zusammenarbeit zwischen der katholischen Kirche und den staatskirchlichen Körperschaften. «Dies ist im Grundsatz zu begrüssen», heisst es im Jahresbericht der römisch-katholischen Landeskirche Uri. Dass aber die Landeskirche generell in Frage gestellt werde, könne nicht akzeptiert werden. Korrespondenz mit der Diözese Chur wurde seitens des Kleinen Landeskirchenrats vorwiegend über Generalvikar Martin Kopp geführt. Dieser habe stets ein offenes Ohr für die Anliegen der Landeskirche Uri.

Als gut beschreibt der Kleine Landeskirchenrat das Verhältnis zu den einzelnen Kirchgemeinden. Allerdings tauche seit einiger Zeit immer wieder die Frage auf, welches eigentlich die Kompetenzen des Kleinen und des Grossen Landeskirchenrats seien. Ein in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten von alt Kanzleidirektor Peter Huber gibt nun Aufschluss: Die Kompetenzen der Landeskirche Uri sind sehr beschränkt, vor allem in Bezug auf die Vorschriften gegenüber den Kirchgemeinden, die weitgehend autonom sind. Die Landeskirche übt über diese weder eine Oberaufsicht aus, noch kann sie ihnen Direktiven erteilen, wohl aber Empfehlungen abgeben.

Ausbildung kostet weniger

An der Frühlingssession des Grossen Landeskirchenrats vom 20. Mai stehen nun vor allem die Berichterstattung und die Genehmigung der Jahresrechnung auf der Traktandenliste. Die Rechnung weist Einnahmen von 1,22 Millionen Franken und Ausgaben von 1,2 Millionen Franken auf. Die Mehreinnahmen betragen knapp 18 000 Franken. Im Budget wurde von einem Ertragsüberschuss von 2400 Franken ausgegangen. Dass die Rechnung besser als erwartet abschliesst, ist vor allem darauf zurückzuführen, dass der allgemeine Aufwand durchwegs geringer ausgefallen ist. Ebenso war der Beitrag an die Katechese-Ausbildung weniger hoch als budgetiert. Der grösste Teil der Einnahmen, rund 467 000 Franken, fliesst über den Finanzausgleich wieder an die finanzschwächeren Kirchgemeinden zurück. Zehn Kirchgemeinden profitierten davon im vergangenen Jahr. Das Eigenkapital der Landeskirche Uri beträgt zurzeit rund 237 000 Franken.

Äbtissin spricht über Zukunft

Im Anschluss an die Session gibt Äbtissin Imelda Zehnder vom Kloster Seedorf Auskunft über ihre vielseitigen Aufgaben, ihre grössten Herausforderungen und welche Hoffnungen sie in Bezug auf das Weiterbestehen des Klosters hat. Nach ihrem Kurzreferat beantwortet sie Fragen. Die Äbtissin freut sich auf eine offene und kritische Diskussion.

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