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KANTON: «Lernen und Lachen ohne Leistungsdruck»

Über 20000 Schweizer Kinder und Jugendliche verbringen ihre Freizeit in der Jungwacht oder im Blauring. Sibyll Tresch, die Präsidentin von Jungwacht Blauring (Jubla) Uri Schwyz, erklärt, aus welchen Gründen es sich lohnt, die Jubla zu unterstützen.
Interview Rafael Kälin
«Jugendliche sollen die Möglichkeit haben, schöne Momente zu erleben», sagt Sybill Tresch. (Bild: Carmen Epp)

«Jugendliche sollen die Möglichkeit haben, schöne Momente zu erleben», sagt Sybill Tresch. (Bild: Carmen Epp)

Am 9. September 2017 findet schweizweit der Jubla-Tag statt. In über 300 Gemeinden haben Aussenstehende die Möglichkeit, in der Welt von Jungwacht und Blauring zu schnuppern. Die 25-jährige Sibyll Tresch ist ein ehemaliges Mitglied des Blaurings Altdorf und heute Präsidentin der Jubla Uri Schwyz.

Sibyll Tresch, warum führen Sie im September diesen Event durch?

Die Jubla Schweiz möchte mehr in der Öffentlichkeit präsent sein und mit diesem Event Werbung für Jungwacht und Blauring machen. Wir wollen den Jubla-Tag ab diesem Jahr jährlich jeweils Anfang September durchführen.

Wie sieht der erste Jubla-Tag in Uri aus?

Hier in Uri gibt es am Morgen eine Schnitzeljagd, die von der Kantonsleitung Uri Schwyz unter dem Motto «Wo ist Walter?» organisiert wird. Die sechs Jubla-Scharen aus dem Kanton Uri werden dort alle teilnehmen. Am Nachmittag treffen wir uns in Brunnen, wo etwa 600 bis 700 Personen erwartet werden. Dort gibt es neben Konzerten diverse Posten, die man aus dem Lagerprogramm kennt.

Und wie sieht das Programm während des Jahres aus?

Die Scharen führen individuell alle zwei bis vier Wochen Gruppenstunden durch, bei denen die einzelnen Jahrgänge gemeinsam etwas unternehmen. Zudem gibt es noch Scharanlässe, bei denen die ganze Schar zusammen etwas unternimmt. Es gibt auch alljährliche Veranstaltungen wie etwa das Schneeweekend.

Verliert die Jubla im Kanton Uri Mitglieder?

Im Gegenteil. Vor zehn Jahren waren es noch weniger Kinder. In den vergangenen vier bis fünf Jahren sind die Zahlen eher gestiegen. Wir haben gut ausgebildete Leiterinnen und Leiter, weshalb die Eltern zufrieden sind mit unseren Leistungen.

Und woher kommen diese Leiterinnen und Leiter?

Die ältesten Jahrgänge kommen ins Leiterteam, meistens nach der Oberstufe. Es gibt aber auch Leiterteams, die bereits so gross sind, dass die ältesten Jahrgänge noch ein zusätzliches Jahr als Kind dabei sind. Es sind grösstenteils Personen, die selber schon als Kind in einer Schar waren. Ab und zu gibt es auch Quereinsteiger, die direkt ins Leiterteam eintreten. Die jüngsten Leiterinnen und Leiter sind zirka 16 Jahre alt, für den J+S-Gruppenleitungskurs ist zudem ein Mindestalter von 17 Jahren vorgeschrieben.

Was ist der grösste Anreiz, Kinder in eine Jubla zu schicken?

In der Jubla lernt man etwas fürs Leben, etwa den Umgang mit ­andern Kindern oder Konflikt­bewältigung – und im Lager besonders Selbstständigkeit. Im Leiterteam kommen später gewisse Leitungsqualitäten hinzu, die einem im späteren Leben sicherlich nützlich sein können.

Jedes Kind hat heute ein Handy. Wie wirkt sich das auf die Arbeit in der Jugendorganisationen aus?

Blauring und Jungwacht sind sehr stark auf den sozialen Medien aktiv, um zu werben und ihre Arbeit zu zeigen.

Gibt es Unterschiede zwischen den Jubla der verschiedenen Kantone?

Grundsätzlich unterscheiden sie sich nicht, da alle Jubla an denselben Grundwerten festhalten. Zudem ist die Leiterausbildung überall gleich aufgebaut. Ein Unterschied sind aber die verschiedenen Grössen und die individuellen Rituale der Jubla.

Und wie heben sich die Jubla eigentlich von anderen Jugendangeboten wie etwa Sportvereinen ab?

Der wichtigste Unterschied ist sicher, dass bei uns kein Leistungsdruck herrscht. Jedes Kind wird so akzeptiert, wie es ist. Natürlich wird Sport getrieben, aber dabei stehen Lernen und Lachen im Vordergrund.

Findet ein Austausch zwischen den Jubla bezüglich Zulauf und Programm statt?

Zweimal im Jahr findet die Bundesversammlung statt, wo alle Jubla-Kantone vertreten sind. Dort wird eine GV abgehalten, und es besteht die Möglichkeit, sich auszutauschen mit anderen Scharen. Dasselbe findet auch zweimal jährlich auf kantonaler Ebene statt, wo sich die Scharleitungen der jeweiligen Jubla austauschen.

Was motiviert Sie, die Jubla zu unterstützen?

Ich hatte persönlich sehr viele schöne Erlebnisse in der Jubla, weswegen es mir wichtig ist, das weiterzugeben und den jetzigen Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu bieten, ebenso schöne Momente zu erleben, wie ich es durfte. Ich finde es sehr wichtig für die Entwicklung der Kinder, dass sie sich mit der Natur auseinandersetzen und im Lager einmal weg sind von zu Hause und dem Alltag.

Interview Rafael Kälin

redaktion@urnerzeitung.ch

Hinweis

Weitere Informationen unter www.jubla-ursz.ch.

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