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KANTON: So kämpfen die Kandidaten um Sitze

Die Parteien greifen für die National- und Ständeratswahlen tief in die Tasche. Die einen setzen auf breit gestreute Werbung, andere auf ausgewählte Flächen.
Markus Zwyssig/Florian Arnold
Symbolbild Neue UZ

Symbolbild Neue UZ

Kaum eine Blumenwiese ohne Plakat, kaum eine Zeitungsseite ohne Inserat und laufend Flyer im Briefkasten: Der Wahlkampf in Uri ist lanciert. Nicht mal mehr einen Monat geht es, bis die Urner Vertreter für Bern gewählt werden.

Rahmenprogramm mit Politgrösse

Die SVP Uri gibt für den Wahlkampf 25 000 bis 30 000 Franken aus. «Ein grosser Teil davon wird von der Kantonalpartei getragen», sagt Kassier Christian Schuler. Auch Beat Arnold leiste einen finanziellen Beitrag. Von der SVP Schweiz gibt es hingegen keine finanzielle Unterstützung. Entgegengekommen ist Beat Arnold seine frühe Entscheidung für die Kandidatur, wodurch öffentlicher Werbeplatz reserviert werden konnte. «Wir versuchen, in allen Gemeinden präsent zu sein», sagt Schuler. «Unserem Budget sind aber Grenzen gesetzt.»

«Wir werben klassisch», sagt Wahlkampfleiter Martin Huser. Man setze auf Plakate ebenso wie auf Flyer oder Inserate und Leserbriefe in den Zeitungen. Dazu würden auch die Möglichkeiten von Facebook genutzt. Wichtig ist der SVP auch ein Rahmenprogramm etwa mit Standaktionen oder dem Besuch von Christoph Blocher in Unterschächen.

Auf Spenden aufgebaut

Etwas weniger Budget steht Annalise Russi zur Verfügung. Die Grünen Uri rechnen mit 20 000 Franken. «Das ist ein relativ kleines Budget», sagt Christoph Schillig, Landrat für die Grünen. Nicht einmal für einen kleinen Betrag an den Wahlkampf reichte das Vermögen der Kantonalpartei aus. Daher wurde mit persönlich adressierten Briefen ein Spendenaufruf bei Privatpersonen für den Wahlkampf gemacht. «Wir waren recht erfolgreich und haben zahlreiche Spenden erhalten.» Mehr als die Hälfte des Betrags sei auf diese Art zusammen gekommen. Unterstützt wird die Kandidatur aber auch von der SP Uri. Zudem haben der Umweltrat und Pro Natura Beiträge für die Kandidatur bezahlt. Ausserdem steuert Russi privat Geld bei.

Die Kampagne ist abgestützt auf Inserate, Plakate und Werbung in den Bussen der Auto AG Uri. Sympathisanten würden motiviert, Leserbriefe zu schreiben, so Schillig. Man mache eine Standaktion, und es werde einen Versand in alle Haushaltungen geben.

Riesenplakate als Sparmassnahme

Die FDP Uri hat Gesamtkosten von 19 000 Franken für den Wahlkampf von Josef Dittli budgetiert. Einen Grossteil davon übernehme Dittli selber. Auf die Unterstützung der FDP Schweiz kann Dittli jedoch nicht zählen. Fast die Hälfte des Budgets werde für die Wahlcouverts aufgewendet, sagt Ruedi Cathry. Als einziger Kandidat für den zweiten Ständeratssitz ist Dittli zwar schon mit einem Fuss in Bern. Trotzdem könne man aber nicht auf Werbung verzichten, sagt Cathry. «Wir führen den Wahlkampf aus Respekt vor den Wählern», so der Wahlkampfleiter. «Wir wollen ein glanzvolles, erfolgreiches Resultat für Josef Dittli erzielen. Wenn man gar nichts macht, könnte das überheblich wirken, und dies passt nicht zu uns.»

Geradezu pompös muten die Werbewände von Josef Dittli an. Doch die grossen Plakate kosten einiges weniger als viele Standorte von Plakatgesellschaften, weiss Cathry. «Wir haben auf eine grosse Plakataktion verzichtet – zu Gunsten von fünf grossen Wänden an ausgewählten Standorten in Uri.» Das sei ökonomischer und ökologischer. «Wir sind davon weggekommen, auf jedem freien Quadratmeter ein Plakat aufzustellen», fasst der Wahlkampfleiter zusammen. Schliesslich kenne man die Kandidaten. Auch auf eine eigene Website wird verzichtet. Dittli findet man aber auf der offiziellen Internetseite der FDP Schweiz.

Von Mutterpartei unterstützt

Die CVP Uri will ihr Wahlbudget nicht bekannt geben. «Den Vergleich mit anderen Parteien auf eine Zahl zu beschränken, wäre falsch», sagt CVP-Wahlkampfleiter Christian Mattli. Er betont jedoch: «Den Löwenanteil der Kosten tragen die Kandidaten selber.» Dies habe bei der CVP Tradition. Die Gelder von der Partei stammen aus dem angesparten Vermögen. Ausserdem dürfen die Kandidaten auch Unterstützung der CVP Schweiz entgegennehmen. Auf eine separate Spendenaktion für den Wahlkampf hat die Kantonalpartei aber verzichtet.

Als einzige Kantonalpartei will die CVP zwei Kandidaten nach Bern bringen. Um die Wiederwahl des bisherigen Ständerats Isidor Baumann macht sich der Wahlkampfleiter wenig Sorgen. Mehr Schützenhilfe sei für Frieda Steffen nötig. «Unsere Kandidatin hat zwar im Landrat, in der Gemeinde Andermatt und in der Korporation Ursern einen exzellenten Job gemacht. Dies war jedoch nicht immer öffentlichkeitswirksam.» Jetzt gelte es, die Urschnerin vor allem im Unterland bekannter zu machen. So setzt die CVP ebenfalls auf einen klassischen Wahlkampf sowie Mundpropaganda der Parteimitglieder. Als einzige Kandidatin hat Steffen eine eigene Wahl-Website.

Markus Zwyssig/Florian Arnold

Bild: Grafik Neue UZ

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