Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

KANTON: So will sich Uri an der Neat-Eröffnung in Szene setzen

Der Urner Auftritt an der Eröffnungsfeier trägt den Titel «Uriversum». Der Schwung des Grossanlasses prägt aber das ganze Jahr.
Florian Arnold
Urban Camenzind (links) und Beat Jörg schreiten zuversichtlich zur Neat-Eröffnung. (Bild: Keystone/Alexandra Wey)

Urban Camenzind (links) und Beat Jörg schreiten zuversichtlich zur Neat-Eröffnung. (Bild: Keystone/Alexandra Wey)

Es wird das grösste Fest, das es je in Uri gab. Gegen 50 000 Besucher werden zur Eröffnung des Neat-Basistunnels erwartet, ein Ereignis, das über die Landesgrenzen hinaus strahlen wird. Von dieser nationalen und internationalen Medienpräsenz soll auch der Kanton Uri profitieren. Unter dem Titel «Uriversum» wurden nun eine Werbekampagne sowie der Urner Auftritt am Eröffnungsfest lanciert, die der künftige Urner Landammann Beat Jörg und Volkswirtschaftsdirektor Urban Camenzind gestern an einer Medienkonferenz vorstellten. In diesen Tagen werden sämtliche Urner Haushaltungen Informationen erhalten.

«Das Neat-Projekt ist noch besser herausgekommen, als es vor vielen Jahren angedacht wurde», sagt Urban Camenzind. «Uri hat seinen Teil dazu beigetragen und soll sich nun optimal in Szene setzen.» Kern des Urner Auftritts an der Eröffnung ist der Dom im Rynächt, ein halbkugelförmiges Zelt. Als Augenmerk wird darin eine 5,5 Meter hohe Nachbildung des Teufelssteins mit Beamern interaktiv beleuchtet. «Wir wollen damit einen modernen Kanton zeigen», so Camenzind. Gezeigt werden Bilder zu den Themen Tourismus, Wirtschaft und Lebensraum. Diese wird es auch als Postkarten geben. Die dominierenden Farben des Auftritts: Gelb und Schwarz.

«Als Kulturkanton hängenbleiben»

Erkennungszeichen des «Uriversums» ist ein Stier, der über Berggipfel hinweg fliegt. «Der Uristier kennt keine Grenzen», sagt Kulturdirektor Beat Jörg. Das Logo solle die Verbindungen symbolisieren, welche der Tunnel schaffe. «Es verbinden sich Natur und Technik, verschiedene Kulturen und Menschen.» Jörg verfolgt ein Ziel: «Uri soll als Kulturkanton in den Köpfen der Gäste hängenbleiben.» Dazu sind auf den beiden Festplätzen im Rynächt sowie beim SBB-Depot-Areal in Erstfeld zahlreiche Urner Formationen zu hören. «Das Spektrum, das Uri zu bieten hat, reicht von Klassik über Traditionelles bis hin zu Modernem», weiss Jörg. Dazu wird es jede Menge Marktstände mit Urner Produkten geben. «Jeder wird ein Mitbringsel aus Uri finden.» Und diverse Urner Kunsthandwerker gewähren Einblicke in ihr Schaffen.

Der besondere Moment für den Kanton hat Schwung in das gesamte Kulturjahr 2016 gebracht. Unter dem Stichwort «Kultur am Gotthard 2016» wurde eine Veranstaltungsreihe konzipiert, die auch vom Bundesamt für Kultur unterstützt wird. Der Startschuss dazu fiel bereits mit dem klassischen Werk «Portale», das im Rahmen des Osterfestivals in Andermatt uraufgeführt wurde. Ein weiterer Höhepunkt wird die Neuinszenierung der Altdorfer Tellspiele werden, die im August Premiere feiert. Abgeschlossen wird das Kulturjahr dann mit den Altdorfer Dezembertagen, die nochmals 44 kulturelle Highlights bieten werden.

Die Koordination all dieser Veranstaltungen läuft über die Kulturdirektion des Kantons. «Wir sind stolz darauf, dass wir einen Spannungsbogen rund um die Eröffnung ziehen konnten», sagt Beat Jörg. «Wir sind aber auch überzeugt, dass diese Anlässe noch in den nächsten Jahren nachhallen werden.»

Erstfeld ändert Charakter

Besonders einschneidend wird die Tunneleröffnung für die Gemeinde Erstfeld sein. Denn mit der Neat wird das Dorf wohl den Charakter des klassischen Eisenbahnerdorfs verlieren. «Wir sind aber überzeugt, dass wir den Sprung zu einem Wohndorf problemlos schaffen werden», sagt Gemeindepräsident Werner Zgraggen. Erstfeld feiert am Samstag, 4. Juni, im Festzelt mit einer Partyband und Barbetrieb. Am Sonntag, 5. Juni, laden die Pfarreien der Gemeinde Erstfeld zu einer besinnlichen Feier ein. Zudem findet ein Kinderprogramm in der Gemeindeturnhalle statt, und auch das Kulinarische kommt nicht zu kurz. Ausserdem wird in einer Ausstellung die Veränderung des Dorfes seit 1882 bis heute dargestellt.

Feststimmung trotz Polizei

Die Eröffnungsfeierlichkeiten der Neat bedeuten für die Urner Sicherheitskräfte eine grosse Herausforderung. Am Fest vom 1. Juni, an dem auch völkerrechtlich geschützte Personen teilnehmen, werden nur Personen mit einer Bewilligung auf das Festgelände gelangen. «Wir werden auch Künstler oder Personen des Caterings überprüfen», sagt Ruedi Huber, stellvertretender Gesamteinsatzleiter. Man habe genügend Personal und auch Spezialisten aus der ganzen Schweiz vor Ort.

Huber betont: «Das Feiern soll klar im Mittelpunkt stehen und nicht die Sicherheit.» Man werde zwar Uniformierte sehen. Der Polizeiauftritt soll aber dezent gestaltet sein. «Wir haben uns in der Planung so eingebracht, dass man unsere Reserven nicht überall sieht, wir aber schnell reagieren können.» Und während des Volksfestes vom 4. und 5. Juni müssen Gäste nicht fürchten, von der Polizei durchsucht zu werden. «Wir kontrollieren aber stichprobenartig Personen, die uns auffällig erscheinen.»

Florian Arnold

Hinweis

Urnern wird empfohlen, mit dem Bus, per Velo oder zu Fuss zu den Feierlichkeiten in Erstfeld anzureisen. Direkt neben dem Festgelände wird auf der Rynächtstrasse eine provisorische Haltestelle der Auto AG eingerichtet. Unter www.uriversum.ch gibt es weitere Informationen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.