Kanton Uri
108. Urner Landeswallfahrt nach Einsiedeln: Lächeln stand im Mittelpunkt

Bei herrlichem Herbstwetter pilgerten rund 200 Urner am Samstag, 23. Oktober, zur Muttergottes nach Einsiedeln.

Georg Epp
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Die Urner Regierung und die Sennenfamilie vor dem Pilgergottesdienst, der grosse Einzug durchs Hauptportal war aufgrund interner Bestimmungen des Klosters nicht möglich.

Die Urner Regierung und die Sennenfamilie vor dem Pilgergottesdienst, der grosse Einzug durchs Hauptportal war aufgrund interner Bestimmungen des Klosters nicht möglich.

Bild: Georg Epp (Einsiedeln, 23. Oktober 2021)

Wallfahrtsleiter Walter Arnold freute sich mit einem «Smiley», dass die Wallfahrt mit der Urner Bevölkerung fast wie in gewohntem Rahmen durchgeführt werden konnte. Trotz Covid-Zertifikationspflicht in der Klosterkirche und in den Restaurants, pilgerten zirka 40 Wallfahrende mit dem Car, 55 Fusswallfahrende und 43 Ministrantinnen und Ministranten nach Einsiedeln, natürlich gab es auch einige Wallfahrende, die ihre Anfahrt selber organisierten.

Der Einzug der Urner Regierung und der Sennenfamilie.

Der Einzug der Urner Regierung und der Sennenfamilie.

Bild: Georg Epp (Einsiedeln, 23. Oktober 2021)

«Smiley – schenke mir ein Lächeln» war das Motto der Jugendwallfahrer und -wallfahrerinnen und dieses Motto stand auch in der Pilgermesse im Zentrum. Nach kurzer, aber herzlicher Begrüssung durch Abt Urban Federer freute sich Landammann Urban Camenzind, die Urner Pilger und speziell die Sennenfamilie, angeführt von Paul und Berni Schuler-Brand, in der Klosterkirche zu begrüssen.

Dank und Bitte des Landammanns

Für Camenzind ist die Wallfahrt nicht nur für die Älpler ein Erntedankfest: «Trotz schwierigem Jahr gibt es Grund, Danke zu sagen, nämlich danke für einen eher nassen, aber guten Sommer, danke dass das Urner Volk von grossen Unwettern verschont blieb oder danke dass unsere Wirtschaft rund läuft.» Am Schluss hatte er aber auch eine Bitte, dass alle mithelfen, die vielen Gräben, die in den letzten zwei Jahren durch Covid aufgerissen wurden, wieder zu schliessen: «Nur so können Familienfeste, Jahrgängertreffen und so weiter wieder gefeiert werden.»

Von Landammann Urban Camenzind gabs viele Dankesworte und eine Bitte, die Covid-Gräben zuzuschütten.

Von Landammann Urban Camenzind gabs viele Dankesworte und eine Bitte, die Covid-Gräben zuzuschütten.

Bild: Georg Epp (Einsiedeln, 23. Oktober 2021)

Dann sorgte Fredi Bossert mit seinen Ministranten und Ministrantinnen dafür, dass das Motto «Smiley – schenke mir ein Lächeln» wieder in den Mittelpunkt rückte. Die Minis demonstrierten beeindruckendes, positives Lachen mit Worten, aber auch mit besinnlichen Gedanken. Pater Lorenz Moser freute sich in seiner Predigt, dass das Urner Volk mit einem positiven Lachen nach Einsiedeln gepilgert ist. Er hofft, dass nach positivem Lächeln da und dort auch Taten folgen und dass es in Zukunft möglichst wenig negatives Lachen wie schadenfreudiges Lachen oder sogar Auslachen gibt. Karl Arnold bereicherte den Pilgergottesdienst auf der Orgel musikalisch und Hauptzelebrant war Dekan Daniel Krieg.

Die Fusswallfahrerer auf dem Haggenegg vor dem Abmarsch Richtung Alpthal.

Die Fusswallfahrerer auf dem Haggenegg vor dem Abmarsch Richtung Alpthal.

Bild: Georg Epp (23. Oktober 2021)

Fusswallfahrer bewältigten 24 Kilometer und 1190 Höhenmeter

Bereits zum 8. Male stand auch die Fusswallfahrt auf dem Programm. Organisator Lukas Thürig freute sich, total 55 Pilgerinnen und Pilger morgens um 03 Uhr Uhr ab Brunnen auf die siebenstündige Marschroute auf dem Jakobsweg über Haggenegg und Alpthal nach Einsiedeln zu begleiten. Hier meinte Dekan Daniel Krieg: «Mit den Leuten gemeinsam unterwegs zu sein ist immer wieder einmalig. Es ist genau das, was uns der Glauben lehrt!» Er und einige treue Pilgerinnen und Pilger sind seit Beginn der Fusswanderungen immer dabei, es gibt aber auch jedes Jahr Neulinge, die gut vorbereitete den Kraftakt meistern. Lukas Thürig freute sich, dass alle problemlos und nach Fahrplan Einsiedeln erreichten, um gemeinsam das Mittagessen zu geniessen.

Ein Quintett, das noch keine Fusswallfahrt verpasst hat. Von links: Wanderleiter Lukas Thürig, Rita Furrer, Theres Zgraggen, Dekan Daniel Krieg und Regula Zberg.

Ein Quintett, das noch keine Fusswallfahrt verpasst hat. Von links: Wanderleiter Lukas Thürig, Rita Furrer, Theres Zgraggen, Dekan Daniel Krieg und Regula Zberg.

Bild: Georg Epp (Einsiedeln, 23. Oktober 2021)

Kerze gestalten – Dorf Orientierungslauf und Lebkuchen Museum

Die «Minis» genossen das attraktive Jugendprogramm, das Fredi Bossart von der Fachstelle Jugend und Religionspädagoge Marcel Isenschmid vorbereitet hatten. In drei Gruppen wurde ein Dorf-Orientierungslauf absolviert, eine eigene Kerze gestaltet und das Lebkuchenmuseum Goldapfel besucht. Nach dem Mittag gabs noch Gelegenheit, sich auf dem Spielplatz oder Minigolfanlage auszutoben.

Kerzen zu gestalten macht den «Minis» offenbar viel Spass.

Kerzen zu gestalten macht den «Minis» offenbar viel Spass.

Bild: Georg Epp (Einsiedeln, 23. Oktober 2021)

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