KANTON URI: Chärstelenbach AG droht mit Bundesgericht

Der Landrat entscheidet im März über die Chärstelenbach-Konzession. Die KW Chärstelenbach AG wehrt sich und hofft auf den Landrat.

Bruno Arnold
Drucken
Teilen
Der Chärstelenbach im Maderanertal (Bild: Florian Arnold / Neue UZ)

Der Chärstelenbach im Maderanertal (Bild: Florian Arnold / Neue UZ)

Zwei Gesellschaften buhlen um die Nutzung der Wasserkraft des Chär- stelenbachs: die KW Bristen AG (Projektpartner: Kanton Uri, Korporation Uri, Gemeinde Silenen und Elektrizitätswerk Altdorf AG) und die KW Chärstelenbach AG (c/o Walter A. Stöckli, Erstfeld). Im März befindet der Landrat über die Verleihung der Konzession an die KW Bristen AG.

Die Mitbewerberin, die KW Chärstelenbach AG, will dies verhindern. Sie ist mit einem Brief, der unserer Zeitung vorliegt, an alle Urner Parteien gelangt: «Wir empfehlen Ihnen, bei der nächsten Landratssitzung einen Vorstoss einzureichen, dass alle Einsprachen bereinigt sein müssen, bevor das Geschäft dem Landrat vorgelegt werden kann.» So sei dies auch im Artikel 4 (Absatz 1) der kantonalen Gewässernutzungsverordnung vorgeschrieben. Eine der Einsprecherinnen ist die KW Chärstelenbach AG selber.

Züst will nicht warten

«Sollten Sie wider Erwarten die Konzession erteilen, stellt sich die Frage, ob Sie das überhaupt rechtskräftig können», schreibt der Erstfelder Paul Furrer senior namens der KW Chärstelenbach AG. «Sicher ist dann nur, dass neben den eigentlichen Einsprachen auch noch die Frage der Rechtskraft eines landrätlichen Entscheids bei hängigen Einsprachen vermutlich erstmals bis vor Bundesgericht gerichtlich aufgearbeitet werden müsste», schreibt Furrer. Baudirektor Züst begründet, wieso die Regierung das Geschäft trotzdem zuhanden der März-Session vorlegt.