Kanton Uri
Das Abwasserprojekt Urnersee ist auf Kurs

Abwasser Uri präsentiert eine positive Jahresrechnung. Das 9,3 Millionen Franken teure Abwasserprojekt Urnersee wurde bereits erfolgreich in Angriff genommen.

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Das Abwasser soll mit verlegten Leitungen im Urnersee ins Kanalisationsnetz von Seedorf eingeleitet werden und von dort gelangt es zur Reinigung auf die ARA Altdorf (Bild).

Das Abwasser soll mit verlegten Leitungen im Urnersee ins Kanalisationsnetz von Seedorf eingeleitet werden und von dort gelangt es zur Reinigung auf die ARA Altdorf (Bild).

Bild: Bruno Arnold (Altdorf, 18. Juli 2019)

(pd/RIN) Abwasser Uri hat das Geschäftsjahr 2020 erneut positiv abgeschlossen. Der Jahresgewinn beläuft sich auf 31'000 Franken – budgetiert war ein Überschuss von 80'000 Franken. Das erfreuliche Ergebnis beinhaltet zusätzliche Einnahmen bei den Grund- und Mengengebühren, schreibt Abwasser Uri in ihrer Mitteilung. Demgegenüber musste bei den ordentlichen Abschreibungen ein markant höherer Aufwand verbucht werden. Dieser Mehraufwand sei Folge des fast vollständigen Abschlusses des Projekts Ableitung Abwässer aus dem Urner Oberland und den damit verbundenen Abschreibungen.

Als Folge der geringeren Wohnbautätigkeit im Kanton Uri sanken die Erträge der Anschlussgebühren wie prognostiziert von 4,14 Millionen im Vorjahr auf 3,05 Millionen Franken im Geschäftsjahr 2020. Das Projekt zur Ableitung der Abwässer aus dem Urner Oberland zeigte erste Einsparungseffekte auf der Kostenseite. Markant höher als budgetiert ausgefallen seien die ordentlichen Abschreibungen. «Aufgrund des guten Baufortschritts des Projekts zur Ableitung der Abwässer aus dem Urner Oberland konnten fast alle diesbezüglichen Teilprojekte per Ende 2020, und damit ein Jahr früher als geplant, in den Abschreibungszyklus aufgenommen werden», heisst es in der Mitteilung. Im Rahmen dieses 37-Millionen-Franken-Projekts wurden bis Ende Oktober 2020 die Abwasserreinigungsanlagen in Andermatt, Erstfeld, Göschenen, Realp und Wassen aufgehoben. Das Abwasser dieser Anlagen wird neu auf der ARA Altdorf gereinigt.

Mit der 12 Kilometer langen Seeleitung wird im November begonnen

An der Generalversammlung vom Juni 2020 wurde der 9,3-Millionen-Franken-Kredit für das Abwasserprojekt Urnersee gutgeheissen. Das Projekt sieht die Aufhebung der Abwasserreinigungsanlagen Bauen, Isenthal, Isleten und Sisikon mit Ableitung der Abwässer zur ARA Altdorf vor. In der Zwischenzeit konnte das Projekt erfolgreich in Angriff genommen werden. Die benötigten Kapazitätserweiterungen der vom Projekt betroffenen Landleitungen in Altdorf und Seedorf konnten bereits in diesem Frühjahr erfolgreich umgesetzt werden. Ab Spätsommer 2021 werden die weiteren Landlose im Bereich der Isleten sowie in Isenthal in Angriff genommen. Mit dem Bau der rund 12 Kilometer langen Seeleitungen zwischen Bauen, Isleten, Seedorf und Sisikon wird im November 2021 gestartet. Die Absenkung der Leitungen auf den Grund des Urnersees wird im Winter 2021/2022 erfolgen.

GV vom 25. Mai ohne physische Präsenz

Die Generalversammlung vom 25. Mai 2021 findet wie im Vorjahr ohne physische Präsenz der Aktionärsgemeinden statt. Die Aktionärinnen werden auf schriftlichem Weg über die traktandierten Geschäfte befinden, heisst es in der Mitteilung.