KANTON URI: Das erste Waldreservat im Kanton Uri

In Seelisberg ist ein Waldstück zum «Waldreservat Rütliwald» erklärt worden. Waldreservate dienen dem Schutz besonders wertvoller Waldgebiete.

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(Symbolbild Alexandra Wey/Neue LZ)

(Symbolbild Alexandra Wey/Neue LZ)

Beim Waldreservat Rütliwald handelt es sich um das erste im Kanton Uri. Wie es in einer Mitteilung des Amtes für Forst und Jagd des Kantons heisst, umfasst es die seenahen Waldungen von der Treib über das Rütli und die westliche Steilflanke des Urnersees bis zur Gemeindegrenze Bauen. In diesem Reservat befinden sich hauptsächlich Buchen-, Winterlinden- und Traubeneichenwälder sowie Kalk-Föhrenwälder.

Die Waldflächen gehören grösstenteils der Korporation Uri und der Korporationsbürgergemeinde Seelisberg. Zwei kleinere Flächen sind laut Mitteilung in Privatbesitz. Die Eigentümer haben sich vertraglich verpflichtet in den nächsten 50 Jahren auf Holznutzungen zu verzichten und die Wälder der natürlichen Entwicklung zu überlassen.

Rund 10 Prozent der Waldfläche können Reservat werden
Der Kanton Uri hat in einem Konzept jene Gebiete bezeichnet, die sich als Waldreservate eignen. Mit diesen Reservaten soll die Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren gewährleistet werden. Von der gesamten Waldfläche von 20'657 Hektaren sind rund 10 Prozent mögliche Reservate, heisst es in der Mitteilung. Diese Naturwald- und Sonderwaldreservate ergeben zusammen eine Fläche von etwa 4000 Fussballfeldern. Es seien hauptsächlich Wälder, die für Uri besonders typisch sind und in anderen Regionen der Schweiz seltener vorkommen, heisst es weiter.

Zum Schutz der wertvollsten Waldflächen schliesst der Kanton mit den Waldeigentümern auf freiwilliger Basis Verträge ab, welche einen Nutzungsverzicht oder gezielte Eingriffe zur Artenförderung vorsehen. Der Nutzungsausfall wird den Eigentümern laut Mitteilung von Bund und Kanton entschädigt.

ana