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KANTON URI: Den Grossraubtieren geht es an den Kragen

Die kantonale Volksinitiative zur Regulierung von Grossraubtieren ist zu Stande gekommen. Innerhalb von vier Monaten hat das breit abgestützte Initiativkomitee über 3000 Unterschriften gesammelt.
Landrat Christian Arnold (links) und Ständerat Isidor Baumann (rechts) bei der Überreichung der Unterschriftsbögen an Kanzleidiretor Roman Balli. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 16. August 2017))

Landrat Christian Arnold (links) und Ständerat Isidor Baumann (rechts) bei der Überreichung der Unterschriftsbögen an Kanzleidiretor Roman Balli. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 16. August 2017))

Urs Hanhart

urs.hanhart@urnerzeitung.ch

Standeskanzleidirektor Roman Balli hatte am Mittwoch einen körperlich anstrengenden Start in den Arbeitstag. Das Komitee für die kantonale Volksinitiative zur Regulierung von Grossraubtieren im Kanton Uri, angeführt von Landrat und Co-Komiteepräsident Christian Arnold sowie den beiden Stände­räten Josef Dittli und Isidor Baumann, überreichte ihm im Rathaus Altdorf mehr als ein halbes Dutzend Schachteln, allesamt prallgefüllt mit Unterschriftenbögen. Balli musste ein ansehnliches Gewicht in die Standeskanzlei tragen.

«Obwohl der Kanton Uri in diesem Sommer zum Glück von grösseren Ereignissen im Zusammenhang mit Grossraubtieren verschont geblieben ist, ist es uns gelungen, innerhalb von nur vier Monaten 3302 Unterschriften zu sammeln», fasste Arnold zusammen. «Die grosse Unterstützung in der Bevölkerung zeigt, dass dieses Thema die Menschen beschäftigt und Handlungsbedarf besteht.»

Initianten wollen ein Zeichen setzen

Für eine kantonale Volksinitiative sind 600 Unterschriften nötig. Diese Mindestvorgabe wurde gleich um das Mehrfache übertroffen. Am erfolgreichsten sammelten die Initianten in den Gemeinden Schattdorf und Spiringen. Arnold wies darauf hin, dass die Folgen der Ausbreitung von Grossraubtieren und die Schäden für die Berglandwirtschaft, die Jagd und für den Tourismus viel grösser seien, als man annehme. Insbesondere beim Luchs habe der Kanton Uri einen Überbestand, wie ein kürzlich durchgeführtes Monitoring zeige. «Eine Regulierung ist dringend nötig», so Arnold.

Und das verfolgen die Initianten: «Wir wollen ein Zeichen setzen und die Urner Verfassung dahingehend ergänzen, dass der Staat Vorschriften zum Schutz vor Grossraubtieren sowie zur Beschränkung und Regulierung des Bestandes vorsieht», führte Arnold aus. «Es versteht sich von selber, dass die zu erlassenden Bestimmungen an die gesetzlichen Grenzen durch das Bundesrecht gebunden sind.» In jedem Fall verlange das Komitee, dass die Einfuhr, das Freilassen und die Förderung von Grossraub­tieren explizit verboten seien. Mit der Initiative solle unterstrichen werden, dass im Kanton Uri schadenstiftende Grossraubtiere unerwünscht seien. Der Kanton solle sämtliche ihm zur Verfügung stehenden Mittel ergreifen, um solche Tiere unschädlich zu machen, heisst es im Initiativtext.

Das Initiativkomitee ist breit abgestützt. Ihm gehören unter anderen Vertreter des Bauernverbandes Uri, des Jägervereins Uri, der beiden Urner Korporationen und zahlreiche Landräte an. Mit im Boot sind auch alle drei Urner Bundesparlamentarier.

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