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KANTON URI: Fast alle Gemeinden schliessen mit einem Plus

Die Erfolgsrechnungen der Gemeinden können sich sehen lassen. Auch konnten grosse ausserordentliche Abschreibungen vorgenommen werden.
Markus Zwyssig
Das Bild passt zu den Kantonsfinanzen: Hoch fliegende Urner Fahne. (Bild: Archiv / Neue UZ)

Das Bild passt zu den Kantonsfinanzen: Hoch fliegende Urner Fahne. (Bild: Archiv / Neue UZ)

Markus Zwyssig

markus.zwyssig@urnerzeitung.ch

Die Rechnungen der Urner Gemeinden schliessen mit erfreulichen Zahlen ab. Insgesamt 18 Gemeinden können für das vergangene Jahr eine Erfolgsrechnung mit einem Plus vorlegen. Altdorf weist als einzige Gemeinde im Kanton Uri ein ausgeglichenes Ergebnis aus. Einzig die Gemeinde Bauen musste einen Aufwandüberschuss verkraften. Das Minus lag bei 8739 Franken.

Das Gesamtergebnis aller Gemeinden beläuft sich auf einen Ertragsüberschuss von 1,805 Millionen Franken. Im Vorjahr waren es 4,075 Millionen Franken. Insgesamt haben die Gemeinden ein operatives Ergebnis von 11,520 Millionen Franken gegenüber 10,304 Millionen Franken im Vorjahr erzielt. «Das sind sehr positive Zahlen», sagt Patrik Würsch, Amtsvorsteher der Finanzkontrolle, auf Anfrage.

Mehr Steuereinnahmen und vorsichtiges Planen

Gründe für die guten Abschlüsse gebe es viele, sagt Würsch. «Insbesondere haben sich die Erträge der Steuern positiv entwickelt. Dazu gehören insbesondere auch die Einnahmen aus Grund­stückgewinn-, Erbschafts- und Schenkungssteuern.» Gesamthaft konnten die Gemeinden Steuern und Anteile an Kantonseinnahmen von 77,4 Millionen Franken (Vorjahr 76,9 Millionen Franken) als Ertrag verbuchen. Den Gemeinden hilft aber auch, dass sie vorsichtig planen. Ein Blick in die nun vorliegenden Kennzahlen zeigt, dass zusätz­liche Abschreibungen getätigt werden konnten. Schliesslich wurde Geld für die Zukunft auf die Seite gelegt. So konnte Flüelen fast 1 Million Franken sowie Unterschächen 200000 Franken für geplante Investitionsvorhaben auf die Seite legen. «Das ist eine Möglichkeit, die es den Gemeinden erlaubt, sich für die Finanzierung bevorstehender Projekte zu wappnen», sagt Würsch. Verwendet werde das Geld hauptsächlich für Investitionen in Schulhausanlagen.

Nicht allzu grosse Veränderungen

Auch im Jahr 2015 waren die Abschlüsse sehr gut. Insgesamt waren Ertragsüberschüsse von 4 Millionen Franken zu verzeichnen. Die Gemeinden konnten zusätzliche Abschreibungen von 6 Millionen machen. Zudem tätigten sie Einlagen für spätere Investitionen von 1 Million Franken. 2016 schlossen die Gemeinden 1,8 Millionen Franken im Plus. Es wurden Einlagen von 1,2 Millionen Franken ins Eigenkapital und 10 Millionen Franken an zusätzlichen Abschreibungen getätigt.

Zwischen den beiden Abschlüssen der Urner Gemeinden für die Jahre 2015 und 2016 gibt es nicht allzu grosse Veränderungen. «Die Rechnungsabschlüsse konnten auf hohem Niveau weitergeführt werden», erklärt Würsch. Anders war dies 2014. Damals konnten die Gemeinden ausserordentliche Erträge von 36,9 Millionen Franken ausweisen, die im Wesentlichen auf die Überführung der öffentlichen Abwasseranlagen an die Abwasser Uri AG zurückzuführen waren.

«Die Urner Gemeinden sind finanziell gut aufgestellt», gibt sich Würsch überzeugt. Und das Erfreuliche dabei: «Die Entwicklung ist nachhaltig.» Dank zusätzlicher Abschreibungen und Reserven für künftige Investitionen konnten viele Gemeinden den Abschreibungsbedarf der kommenden Jahre erheblich reduzieren, was die Rechnungen entlasten und sich positiv auf die Abschlüsse auswirken wird.

Gemeinden haben mehr investiert

Der laufende Aufwand der Gemeinden hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert und beläuft sich auf 116,2 Millionen Franken. Die ordentlichen Abschreibungen betragen 5,858 Millionen Franken. Im Vorjahr waren es 4,229 Millionen Franken.

Der laufende Ertrag der Gemeinden liegt bei 135,3 Millionen Franken und hat gegenüber dem Vorjahr um 3,6 Millionen Franken (2,7 Prozent) zugenommen.

Im vergangenen Jahr ist die Investitionstätigkeit (Bruttoinvestitionen) in den Urner Gemeinden gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Die Bruttoinvestitionen betrugen 27,7 Millionen Franken. Im Vorjahr waren es 21,5 Millionen Franken.

Nach Abzug der Einnahmen von Bund, Kanton und Dritten verbleiben den Gemeinden Netto­investitionen von 22,1 Millionen Franken. Im Jahr zuvor waren es 15,3 Millionen Franken.

Ein Schüler kostet im Schnitt 11559 Franken

In die Bildung investierten die Gemeinden im vergangenen Jahr mehr Geld. So wurden insgesamt 44,7 Millionen Franken aufgewendet. Im Vorjahr waren es 41,6 Millionen Franken. Begründet ist diese Zunahme mit 3 Millionen Franken höheren zusätzlichen Abschreibungen als 2015.

Die Kosten pro Schüler liegen zwischen 7745 Franken und 22361 Franken. Die durchschnittlichen Kosten liegen pro Schüler bei 11559 Franken. Im Vorjahr waren es 10697 Franken.

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