Kanton Uri
Fleiss und Eifer haben sich gelohnt

Alle 16 Absolventinnen der Bäuerinnenschule Gurtnellen, darunter fünf Urnerinnen, haben die Abschlussprüfung mit Erfolg bestanden und ein Diplom erhalten.

Urs Hanhart
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Diese 16 Absolventinnen schlossen die Bäuerinnenschule erfolgreich ab.

Diese 16 Absolventinnen schlossen die Bäuerinnenschule erfolgreich ab.

Bild: Urs Hanhart (Gurtnellen, 3. Juni 2022)
Adrian Arnold, Abteilungsleiter Landwirtschaft, und Rektorin Christine Stadler (Mitte) überreichten die Diplome und Blumen. Hinten rechts Schulleiterin Regina Furger.

Adrian Arnold, Abteilungsleiter Landwirtschaft, und Rektorin Christine Stadler (Mitte) überreichten die Diplome und Blumen. Hinten rechts Schulleiterin Regina Furger.

Bild: Urs Hanhart (Gurtnellen, 3. Juni 2022)

Die jungen Frauen im Alter zwischen 19 und 26 Jahren aus den Kantonen Uri, Schwyz, Ob- und Nidwalden, Luzern, Zug und Solothurn nahmen am 3. Januar dieses Jahres die Ausbildung an der Bauernschule Gurtnellen in Angriff. Rund fünf Monate später hatten alle Grund zum Festen. Sämtliche Absolventinnen vermochten die Ausbildung erfolgreich abzuschliessen. Am Freitag fand in einem extra vor der Bauernschule aufgestellten Festzelt in feierlichem Rahmen die Diplomübergabe statt, wobei jene mit den besten Noten ein Spezialpräsent erhielten.

Regina Furger, Leiterin der Bäuerinnenschule, lobte in ihrer Begrüssung den grossen Fleiss und auch den Eifer, den die gesamte Klasse an den Tag gelegt habe. «Es war eine wahre Freude für uns Lehrpersonen zu sehen, wie alle über sich hinausgewachsen sind», meinte sie und fügte an: «Die jungen Frauen haben sich vorbildlich gegenseitig unterstützt und damit dem Klassenmotto ‹16 Frauen und ein Weg nachgelebt›.» Furger wies darauf hin, dass man für jede Lebenslage und jede Tätigkeit den richtigen Schuh brauche. Sie zeigte rund ein Dutzend verschiedene Treter – von Badelatschen über High Heels bis hin zu Skischuhen – und erläuterte kurz, wo deren Vor- und Nachteile liegen. Zum Schluss dankte die Schulleiterin den Absolventinnen für den an den Tag gelegten Durchhaltewillen und die vielen schönen Momente, die in man in den letzten fünf Monaten gemeinsam habe geniessen können.

Stundenplan mit zahlreichen Fächern

«Ihr, liebe Absolventinnen, habt Euren Traum verwirklicht. Fünf Monate lang habt Ihr in dieser traumhaften Umgebung vieles erlebt», sagte Christine Stadler, Rektorin an der Berufsschule Uri, zu den Jungbäuerinnen. Langweilig sei es ihnen ganz bestimmt nicht geworden. Das beweise ein Blick auf die Module. Gartenbau, Haushaltsführung, Kochen, Backen, Sterilisieren, Nähen, Buchhaltung, landwirtschaftliche Betriebs- und Rechtslehre, Kleintierhaltung, Gesundheit und Soziales - alle diese Fächer seien auf dem Stundenplan gewesen. «Die Absolventinnen haben in den letzten Monaten viel Wissen, Erfahrungen und Handlungsfähigkeiten erworben, die nun in den Alltag mitgenommen werden können», so Stadler, die den jungen Frauen viele weitere Träume wünschte und auch den Mut, diese zu verwirklichen.

Festrednerin Margrit Gisler betonte: «Eine gute Ausbildung ist wirklich wichtig, vor allem auch für uns Frauen. Aber man muss nicht zwingend Agrarwissenschaft studieren. Ich habe das Gefühl: Je mehr Studierte es gibt, umso mehr verblödet die Menschheit. Praktisches Denken ist gefragt und gesunder Menschenverstand.» Egal, was die Absolventinnen künftig machten, am wichtigsten sei, dass sie den für sich richtigen Lebensweg fänden, und das tun könnten, was ihnen Freude bereite. Gisler gratulierte den Hauptprotagonistinnen zum Mut, die Ausbildung in Gurtnellen in Angriff zu nehmen und zum Willen, fünf Monate lang durchzubeissen.

Am Ende der Feier folgte der eigentliche Höhepunkt, nämlich die Überreichung der Zertifikate durch Stadler und Adrian Arnold, Abteilungsleiter Landwirtschaft. Jene fünf Absolventinnen mit den besten Gesamtnoten durften sich einen Spezialpreis aussuchen, gesponsert von Firmen. Den besten Abschluss mit der Durchschnittsnote 5,75 legte Cécile Frank aus Menzingen hin, gefolgt von Claudia Schuler aus Erstfeld (5,63).