Kanton Uri

Fördertopf für Gebäudesanierung soll nun für ganzes Jahr reichen – für die Gebäudehülle gibt's wieder weniger Geld

Das Förderprogramm Energie Uri stellt im kommenden Jahr 3,1 Millionen Franken zur Verfügung. Damit der Betrag diesmal fürs ganze Jahr reicht, wird in gewissen Bereichen die Unterstützung reduziert.

Drucken
Teilen
(lur)

Die Ausgestaltung des Förderprogramms habe sich diesmal als besonders anspruchsvoll erwiesen, schreibt die Urner Baudirektion in einer Mitteilung. Am 15. Dezember hat der Regierungsrat das Förderprogramm Energie Uri 2021 nun verabschiedet. Mit verschiedenen Massnahmen strebt er dabei an, dass die Mittel im kommenden Jahr «deutlich länger ausreichen», als es im aktuellen Jahr der Fall gewesen ist. Heuer sei die Nachfrage nach Fördergeldern für die energieeffiziente Sanierung von Gebäuden hoch gewesen. Mitte Jahr waren die zur Verfügung stehenden Mittel – 3,2 Millionen Franken – bereits vergeben. Dies, obwohl aufgrund von Überträgen aus den Vorjahren so viel Mittel zur Verfügung standen wie nie zuvor.

Nun hat der Regierungsrat dafür das kantonale Budget aufgestockt. Zusammen mit den Geldern des Bundes aus der der CO2-Abgabe steht mit etwa 3,1 Millionen Franken etwa gleich viel Geld zur Verfügung, wie im Rekordjahr 2020. Zudem wurde – unter anderem aufgrund eines Vorstosses dem Landrat – der Fördersatz für die Gebäudehüllensanierung nach unten korrigiert. Nach nur einem Jahr mit 80 Franken pro Quadratmeter sanierter Fläche an der Aussenhülle wird der Beitrag auf das Niveau der Jahre 2017 bis 2019 gesenkt. Es gilt wieder der Satz von 60 Franken pro Quadratmeter sanierter Fläche. Der Bonus für die umfassende Sanierung der Gebäudehülle wird nicht mehr angeboten. Mit diesen und weiteren Einschränkungen möchte der Regierungsrat erreichen, dass der Bedarf an Geldern möglichst bis Ende Jahr gedeckt werden kann.

Energetische Sanierung der Gebäudehülle bleibt ein Schwerpunkt

Mit dem Fördersatz von 60 Franken pro Quadratmeter werde die energetische Sanierung der Gebäudehülle aber «weiterhin ein hoher Anreiz für die Gebäudehüllensanierung gesetzt», schreibt die Baudirektion. Zudem sei die Beratung für die Gebäudesanierung nach wie vor ein zentrales Anliegen. «Nur mit einer guten Reihenfolge der Massnahmen wird der maximale energetische Nutzen und die bestmögliche Wertsteigerung des Gebäudes erzielt», heisst es in der Mitteilung. Eine unverbindliche Erstberatung kann nach wir vor beim Amt für Energie Uri in Anspruch genommen werden. Für eine detailliertere Beratung wird neu die «Sanierungsberatung Gebäudehülle Uri» lanciert, welche mit einem Förderbeitrag von 400 Franken unterstützt wird. Die Beratung wird von ausgewiesenen Fachleuten durchgeführt und umfasst die Analyse des Ist-Zustands der einzelnen Gebäudeteile sowie jeweils eine Sanierungsempfehlung dazu.

Mehr Informationen zum Förderprogramm sowie zur Erstberatung sind unter www.ur.ch/energie zu finden. Das Portal für die Eingabe von Fördergesuchen ist ab dem 11. Januar wieder offen.