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KANTON URI: Fusionsabklärungen zwischen Seedorf und Bauen haben begonnen

Nachdem Gemeindefusionen bisher höchstens auf dem Papier ein Thema waren, wollen Seedorf und Bauen Nägel mit Köpfen machen. Die Bevölkerung wird zu ersten Workshops eingeladen.
Ein Blick auf das Dorf Bauen. (Bild: Urs Hanhart)

Ein Blick auf das Dorf Bauen. (Bild: Urs Hanhart)

Bruno Arnold

bruno.arnold@urnerzeitung.ch

Die Primar- und Oberstufenschüler von Bauen besuchen den Unterricht bereits seit Jahren in Seedorf. Die Gemeindeverwaltung in Seedorf ist schon länger das offizielle Dienstleistungszentrum für die Anliegen der Einwohner von Bauen. Auch die Prüfung eines Zusammenschlusses der beiden Gemeinden ist seit einigen Monaten ein Thema. So verfügt der Gemeinderat Bauen seit November 2016 über ein offizielles Mandat der Stimmberechtigten zur Prüfung einer Fusion, der Gemeinderat Seedorf seit der Gemeindeversammlung vom 18. Mai 2017. Im Frühjahr 2017 haben erste informelle Gespräche stattgefunden – ohne Verhandlungscharakter.

Nun wollen die Exekutiven von Seedorf und Bauen Nägel mit Köpfen machen. Nach einer kurzen Phase zur Strukturierung des Projekts Gemeindefusion sind erste Abklärungen angelaufen. Organisiert und koordiniert werden diese von einer Projektsteuerung (siehe Box). Der Landrat hat mit dem Ja zum Budget 2018 eine finanzielle Unterstützung des Kantons in der Höhe von 100'000 Franken beschlossen.

Vor- und Nachteile analysieren

Der Seedorfer Gemeindepräsident Max Aschwanden leitet das Gremium. «Aufgabe der Projektsteuerung und der Projektleitung ist es, die Fusion innerhalb der vorgegebenen zeitlichen und finanziellen Eckwerte möglichst effizient, aber gründlich voranzutreiben», erklärt Aschwanden. «Dabei sollen prioritär die Vor- und Nachteile für beide Gemeinden auf den unterschiedlichsten politischen und gesellschaftlichen Ebenen sauber und ohne Vorurteile analysiert werden.»

Zu diesem Zweck werden mehrere Arbeitsgruppen gebildet, die Detaillösungen zu einzelnen Herausforderungen des möglichen Zusammenschlusses ausarbeiten und Antrag an die Projektsteuerung stellen. Geklärt werden sollen Fragen der künftigen Organisation der Verwaltung, rechtliche Aspekte, aber auch Fragen im Zusammenhang mit den Infrastrukturen. «Eine bedeutende Arbeitsgruppe ist jene zu den Finanzen», betont Aschwanden. «Dieses Gremium eruiert, ob eine Fusion auch aus finanzieller Sicht tragbar und nachhaltig sein wird.»

Im Zentrum der Abklärungen stehen dabei der Finanz- und Lastenausgleich oder auch künftige Belastungen im Bereich der Infrastrukturen der Gemeinden. «Die Arbeiten der verschiedenen Gruppen liefern den Gemeinderäten und letztlich den Stimmberechtigten Grundlagen zum Entscheid für oder gegen eine Fusion der beiden Gemeinden», betont Aschwanden.

Bevölkerung einbeziehen

Wichtig ist für Aschwanden, dass die Bevölkerung beider Gemeinden von Anfang an in den Prozess einbezogen und immer transparent über den Stand der Dinge informiert werden kann. «In einem Teilprojekt werden deshalb die Einwohner von Seedorf und Bauen zu Workshops eingeladen. Für dieses Teilprojekt konnte die Hochschule Luzern als Partnerin gewonnen werden. «Die Einwohner können aufzeigen, was ihnen im Falle einer Fusion besonders wichtig ist», so Aschwanden. Er hofft nicht zuletzt, «gerade die kritischen Geister hinter dem Ofen hervorlocken zu können».

«Der Workshop bietet die Möglichkeit, Bedenken und Befürchtungen bezüglich der Fusion offen auf den Tisch zu legen.» Die Ergebnisse des Workshops dienen als Grundlage für die folgenden Arbeiten und für die Abklärungen zur Konkretisierung der Fusion. Voraussichtlich im Sommer 2018 werden nochmals öffentliche Veranstaltungen durchgeführt, an denen auch erste Zwischenergebnisse zur Diskussion gestellt werden. Eine Abstimmung über die Fusion der beiden Gemeinden ist provisorisch auf Mitte oder Ende 2019 geplant.

Hinweis
Der Wokshop in Seedorf findet am Donnerstag, 15. März, 19.30 bis zirka 21.30 Uhr, in der Aula des Kreisschulhauses statt, derjenige in Bauen am Mittwoch, 28. März, 19.30 bis zirka 21.30 Uhr, im Mehrzweckgebäude. Um den Anlass planen zu können, ist eine Anmeldung an die Gemeindekanzlei erwünscht (Telefon 041 874 10 10 oder info@seedorf-uri.ch respektive info@bauen-ur.ch).

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