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KANTON URI: Fussballklubs sollen Geld für Kunstrasen erhalten

Das Problem der fehlenden Fussballplätze in Uri ist akut. Nun beantragt der Regierungsrat dem Landrat, dass 900'000 Franken aus der Staatskasse in den Sportfonds fliessen sollen. Die Gemeinden und Vereine hätten somit Planungssicherheit.
Der Altdorfer Pirmin Baumann in Aktion auf der Suworowmatte. (Bild: Urs Hanhart)

Der Altdorfer Pirmin Baumann in Aktion auf der Suworowmatte. (Bild: Urs Hanhart)

Die Platznot der Urner Fussballklubs soll möglichst schnell gelindert werden. Dies fordert Toni Gamma (FDP, Gurtnellen) in einer Motion, welche der Landrat am 31. August 2016 mit 32 zu 26 Stimmen (1 Enthaltung) für erheblich erklärte. Mit der Motion wurde der Regierungsrat aufgefordert, dem Landrat eine Kreditvorlage für Beiträge des Kantons zur Umrüstung von Naturrasenfussballplätzen auf Kunstrasenfelder oder zum Neubau solcher Kunstrasenfelder vorzulegen.

In der Folge wurden Gespräche mit den drei betroffenen Gemeinden Erstfeld, Altdorf und Schattdorf beziehungsweise den betroffenen Fussballklubs geführt. Wie es nun in einem Bericht des Regierungsrats heisst, wird der gewählte Lösungsansatz von Seiten der Gemeinden begrüsst. Die Machbarkeit an den drei Standorten liegt vor, und die Vorbereitungen und Planungen in den drei betroffenen Gemeinden sind im Gang, teilweise bereits abgeschlossen.

Wie sich inzwischen herausgestellt hat, kommt eine Umrüstung von Naturrasenfussballplätzen auf Kunstrasenfelder oder der Neubau solcher Kunstrasenfelder in den kommenden Jahren in Altdorf, Erstfeld und Schattdorf in Betracht. Diese Gemeinden sind von der Problematik am stärksten betroffen, und ihre Einrichtungen haben aufgrund des hohen überkommunalen Spieleranteils auch am ehesten regionalen Charakter. Laut dem Regierungsrat dürfte in Altdorf eine Umrüstung vermutlich ins Jahr 2019 fallen, in Schattdorf ins Jahr 2018. In Erstfeld hat die Stimmbevölkerung bereits das Projekt «Neue Sport- und Freizeitanlage Pfaffenmatt» gutgeheissen. Das Projekt beinhaltet den Bau eines Kunstrasenfussballfelds und die etappierte Sanierung des Naturrasenfelds.

1,5 Millionen für drei Kunstrasenspielfelder

Bei einem maximalen Kantonsbeitrag von 500'000 Franken pro Kunstrasenspielfeld ist für 2018 bis 2020 mit Ausgaben von insgesamt 1,5 Millionen Franken zu rechnen: Die Finanzierung soll aus dem Sportfonds erfolgen. Der Kanton, der über den Sportfonds verfügt, könnte bereits heute finanzielle Unterstützung leisten. Einer Finanzierung sind allerdings enge Grenzen gesetzt. Einerseits ist der Beitrag an die Erstellung und Sanierung von Sportanlagen oder Anlageteilen gemäss Sportreglement auf 200'000 Franken reglementiert. Zum andern verfügt der Sportfonds nur über begrenzte Mittel, und er muss für verschiedenste Anliegen hinhalten.

Gemäss der Sportverordnung ist es zulässig, den Sportfonds zusätzlich mit Staatsmitteln zu füllen. Dem Fonds sollen aus der Staatskasse zusätzliche Mittel in Höhe von 900'000 Franken zugewiesen werden, verteilt auf die drei Jahre 2018 bis 2020. Mit weiteren 200'000 Franken pro Jahr kann der Regierungsrat den Sportfonds via ordentliche Zuweisungen bilden. Die Zuweisung der Mittel aus der Staatskasse stellt sicher, dass weiterhin Fondsgelder für die Unterstützung des regulären Sport- und Kulturschaffens zur Verfügung stehen, zumal der zusätzliche Aufwand für Kunstrasenfelder anderweitige Sport- und Kulturprojekte nicht gefährden oder beeinträchtigen soll.

Planungssicherheit für Gemeinden und Klubs

Aus diesen Überlegungen heraus beantragt der Regierungsrat dem Landrat die Zuweisung von 900'000 Franken aus der Staatskasse in den Sportfonds. Parallel wird die Regierung das Sportreglement dahingehend ändern, dass es erlaubt ist, an Sportanlagen für den Bau von Kunstrasenfussballplätzen höhere Beiträge zu gewähren als heute möglich.

Der Regierungsrat bewertet das Vorgehen in verschiedenster Hinsicht als positiv. «Die betroffenen Gemeinden und Klubs erhalten Planungssicherheit», heisst es im Bericht. Zudem werde der Wille des Landrats zeitnah und zielkonform umgesetzt.

Philipp Zurfluh

philipp.zurfluh@urnerzeitung.ch

Hinweis

Der Bericht und Antrag des Regierungsrats wird in der Landratssession vom Mittwoch, 4. Oktober, behandelt.

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