Kanton Uri
Gastrobetriebe müssen Terrassenumsätze im April nicht anrechnen

Seit dieser Woche ist klar: Gastrobetriebe dürfen ihre Aussenterrassen ab kommendem Montag öffnen. Da dies aber kaum die Aufwände decken wird, greift die Regierung den Betreibern weiterhin unter die Arme.

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Betriebe wie hier das Restaurant Sustenbrüggli dürfen bald in ihrem Aussenbereich Gäste empfangen.

Betriebe wie hier das Restaurant Sustenbrüggli dürfen bald in ihrem Aussenbereich Gäste empfangen.

Bild: Paul Gwerder

(zgc) Aufatmen für die Gastronomiebetriebe ‒ zumindest vorerst, denn: Restaurants und Bars dürfen ab kommendem Montag ihre Aussenbereich öffnen. Dies hat der Bundesrat am Mittwoch entschieden. «Trotz der Öffnung der Restaurantterrassen werden viele Gastrobetriebe weiterhin nicht kostendeckend wirtschaften können», schreibt der Urner Regierungsrat in einer Medienmitteilung. Deshalb hat das Gremium an seiner Sitzung vom Freitag entschieden, die Härtefallbeiträge an die Gastronomiebranche auch im April «rasch» auszubezahlen. Die Terrassenumsätze werden bei der Berechnung der Beiträge für diesen Monat noch nicht angerechnet. Dies gilt auch für Hotelrestaurants und Betriebskantinen, die ihre Umsätze generell anzugeben haben. Diese Betriebe werden durch die Volkswirtschaftsdirektion darüber informiert, wie die Deklaration im April zu erfolgen hat.

In der Mitteilung schreibt der Regierungsrat weiter, dass die pandemische Lage zwar weiterhin fragil sei, «das Risiko einer weiteren Öffnung ist für den Bundesrat aber vertretbar». Ab kommendem Montag dürfen nämlich nicht nur Restaurants mit Terrassen, sondern auch Sportstadien, Kinos oder Theater- und Konzertlokale ihre Türen öffnen ‒ zumindest eingeschränkt. Auch sportliche und kulturelle Aktivitäten in Innenräumen sind wieder erlaubt, ebenso gewisse Wettkämpfe.

Der Urner Regierungsrat warnt, dass je nach Entwicklung der Pandemie die Gefahr bestehe, dass Öffnungen wieder rückgängig gemacht werden müssen. Deshalb appelliert der Regierungsrat an die Bevölkerung, sich weiterhin vorsichtig und selbstverantwortlich zu verhalten.

Fallzahlen in Uri sollen sich dem Schweizer Schnitt annähern

Mit dem Ende der Skisaison, der Ausdehnung der Testmassnahmen im Schulbereich und der konsequenten Rückverfolgung der Kontakte von infizierten Personen will der Regierungsrat dazu beitragen, dass sich die Fallzahlen im Kanton Uri in absehbarer Zeit wieder dem nationalen Durchschnitt annähern. Er begrüsst die vom Bundesrat beschlossenen Öffnungsschritte, die insbesondere den Jugendlichen und jungen Erwachsenen wieder mehr Aktivitäten ermöglichen würden.

Die strengen Schutzkonzepte zur Vermeidung des Risikos weiterer Ansteckungen gelten weiterhin. Die Regierung appelliert an die Selbstverantwortung, «die in der gegenwärtigen Situation entscheidend ist».

Bis Ende April sollen alle Impfwilligen bis 65 geimpft sein

Der Regierungsrat liess sich darüber hinaus durch Vertreter des Sonderstabs Covid-19 über den Verlauf der Impfkampagne und der flächendeckenden Tests in Urner Unternehmen informieren. Das Resultat: Per Ende April werden im Kanton Uri die Impfwilligen über 65 Jahre geimpft sein, heisst es. Seit dieser Woche können Personen mit engen Kontakten zu besonders gefährdeten Menschen Impftermine vereinbaren. Damit sei die Impfkampagne im Kanton Uri bereits sehr weit fortgeschritten.

Der Bundesrat hat diese Woche beschlossen, dass die Kontaktquarantäne bei der beruflichen Tätigkeit für Mitarbeitende von Betrieben, die ihre Belegschaft mindestens einmal pro Woche testen, entfällt. Der Regierungsrat begrüsst diesen Anreiz zum flächendeckenden Testen und ermutigt die Urner Betriebe, bei diesen Tests mitzumachen.