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KANTON URI: Gemeinden sollen Bauzonen reduzieren

In Uri hat die Regierung den überarbeiteten Richtplan veröffentlicht. Gemäss diesem soll die Zahl der Beschäftigten im Kanton bis 2040 um fast einen Viertel steigen. Um den Verschleiss von Kulturland einzudämmen, sollen die Gemeinden die Bauzonen aber reduzieren.
Blick auf das Reusstal mit dem Urnersee. (Bild: Leserbild Kari Kempf)

Blick auf das Reusstal mit dem Urnersee. (Bild: Leserbild Kari Kempf)

Die Kantone müssen bei der Raumplanung über die Bücher, nachdem das Schweizer Stimmvolk im März 2013 das revidierte Raumplanungsgesetz (RPG) angenommen hat. Dessen Ziel ist es, die Zersiedelung einzudämmen. Die Kantone haben bis Mai 2019 Zeit, ihre Baulandreserven zu überprüfen und ihren kantonalen Richtplan anzupassen.

Die Urner Regierung rechnet laut den am Freitag veröffentlichten Richtplanunterlagen für die nächsten 25 Jahre bis 2040 für den Gesamtkanton mit einer Zunahme der Bevölkerung um gut 8 Prozent auf rund 39'000 Einwohner. Die Zahl der Beschäftigten soll um 21 Prozent auf rund 17‘400 Vollzeitbeschäftige steigen.

Als massgebliche Entwicklungsmotoren gelten vor allem die Gewerbe- und Industriegebiete im Urner Talboden sowie das Tourismusresort Andermatt. In diesen soll auch das grösste Wachstum stattfinden.

Dichtere Dörfer

Mit dem neuen Richtplan sollen der Verschleiss von Kulturland eingedämmt und hohe Kosten für die Erschliessung mit Strassen, Strom und Wasser vermieden werden, wie es in einer Mitteilung heisst. Uri soll demnach seine Siedlungen kompakt bauen. Dörfer und Städte sollen verdichtet werden mit der Schliessung von Baulücken und der Umnutzung von Brachen.

Der Regierungsrat kommt zum Schluss, dass die heutigen Bauzonen in einzelnen Gemeinden deutlich zu gross sind. Betroffen sind Attinghausen, Bauen, Göschenen, Gurtnellen, Hospental, Isenthal, Realp, Seelisberg, Silenen, Spiringen, Unterschächen und Wassen. Um Neueinzonungen in Gebieten zu ermöglichen, in denen Bedarf besteht, sollen die bestehenden Flächen reduziert werden.

Die Richtplananpassung schafft laut Mitteilung die Grundlage zur Festlegung statischer Waldgrenzen ausserhalb der Bauzonen. Der Regierungsrat schickt darum gleichzeitig eine Änderung des Planungs- und Baugesetzes sowie eine Änderung der kantonalen Waldverordnung in die Vernehmlassung.

Die Bevölkerung kann zum neuen Richtplanentwurf bis am 13. November Stellung nehmen. (sda)

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