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KANTON URI: Gestalterinnen präsentieren ihre Mode

Die zweite Modenschau der angehenden Bekleidungsgestalterinnen war ein grosser Erfolg. Vorgeführt wurden die selber genähten kreativen, fantasievollen, schrillen und frechen Outfits für alle Jahreszeiten. Bauchfrei erlebte dabei eine Renaissance.
Urs Hanhart
Die eigene Mode vorzuführen, bedeutet den jungen Bekleidungsgestalterinnen sehr viel. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 8. April 2017))

Die eigene Mode vorzuführen, bedeutet den jungen Bekleidungsgestalterinnen sehr viel. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 8. April 2017))

Urs Hanhart

urs.hanhart@urnerzeitung.ch

«‹Ruch› und zart, weich, aber hart – Gegensätze ziehen sich an» – so lautete das Motto der zweiten Modenschau der angehenden Bekleidungsgestalterinnen, die ihre Ausbildung am Berufs- und Weiterbildungszentrum (BWZ) Uri absolvieren. Passend dazu war nur schon die Location.

Die aufwendig mit Licht-, Sound- und Nebeleffekten sowie Tanzeinlagen inszenierte, rund einstündige Show ging am Samstag in der grossen Werkhalle der Ruch Metallbau AG in Altdorf über die Bühne, und das gleich zweimal. Wo sonst wochentags verschiedenste Metallbaukonstruktionen gefertigt und montiert werden, wagten sich nun die jungen Gestalterinnen mit ihrer eigenen Mode auf den Catwalk.

Outfits für alle Jahreszeiten

«Bei der diesjährigen Modenschau werden rund 80 Outfits präsentiert, die allesamt von den 17 Lernenden genäht worden sind», verriet Fachlehrerin Katja Amstutz während der Haupt­probe. «Grösstenteils führen die Absolventinnen ihre Kreationen selber vor. Auf dem Laufsteg sind aber auch Familienangehörige und Freundinnen der Lernenden zu sehen. Zudem machen auch noch einige Metallbaulehrlinge mit. Sie übernehmen die männlichen Parts.» Mehr als ein Dutzend angehende Coiffeusen sorgten hinter den Kulissen dafür, dass die Models auch frisurentechnisch nicht abfielen. Darüber hinaus standen zahlreiche freiwillige Helfer im Einsatz.

Die Palette der vorgeführten Kreationen reichte von kuschligen Winter- bis hin zu luftigen Sommeroutfits, wobei die Rückkehr zur Bauchfreimode in der warmen Jahreszeit ins Auge stach. Bei jedem Durchgang wurde auf zum Teil sehr kreative und fantasievolle Weise – manchmal auch schrill und frech – ein anderes Thema umgesetzt, was für viel Abwechslung sorgte.

Der Höhepunkt der Ausbildung

Um die Choreografie hatten sich Amstutz und die Lernenden ­selber gekümmert. Unterstützt wurden sie dabei von Monica ­Gogniat, die in Altdorf eine Tanzschule betreibt. «Für die Absolventinnen ist diese Modenschau der Höhepunkt der Lehre», sagte Amstutz. «Alle brennen jeweils darauf, ihr Können zu präsentieren und zu zeigen, was sie gelernt haben.» Jede Lernende nähte für diese Show drei bis sechs Outfits. «Alle sind hoch motiviert und geben ihr Bestes», so die Fachlehrerin. Der grosse Einsatz zahlte sich aus. Beide Shows lockten rund 270 Besucher an und waren damit ausgebucht. Allerdings reichten die Einnahmen aus den Ticketeinnahmen längst nicht aus, um das Ganze zu finanzieren. Die Veranstaltung wurde von zahlreichen Sponsoren zusätzlich unterstützt.

Schweizweit schliessen pro Jahr rund 350 Bekleidungsgestalterinnen ihre Ausbildung ab. ­Viele Abgängerinnen arbeiten danach in Schneiderateliers. ­Beliebt ist aber auch eine Weiterbildung in Richtung Design oder Wirtschaftskauffrau mit Fachrichtung Mode.

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