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KANTON URI: Gotthard-Raststätte erhält neues Image

Der Westsatellit der Gotthard-Raststätte wird schon bald umgebaut. Entstehen soll dort eine Oase der Erholung – mit einer speziellen Architektursprache.
Verwaltungsratspräsidentin Barbara Merz: «Es geht in Richtung weniger cool, dafür mehr alpin und lokal.» (Bild Urs Hanhart)

Verwaltungsratspräsidentin Barbara Merz: «Es geht in Richtung weniger cool, dafür mehr alpin und lokal.» (Bild Urs Hanhart)

Urs Hanhart

«Die Aufhebung des Euro-Mindestkurses hat die ganze Tourismusbranche wesentlich getroffen, auch uns», sagte Verwaltungsratspräsidentin Barbara Merz an der gestrigen GV der Gotthard-Raststätte in Altdorf. «Trotzdem konnten wir 2015 ein gutes Ergebnis erzielen. Es gab zwar sinkende Umsatzzahlen, was uns nicht unberührt lässt. Aber wir haben einen ganz soliden operativen Cashflow von 2,3 Millionen.» Das gute Resultat sei auf ein konsequentes Kostenmanagement und auf eine gute Ausgabendisziplin zurückzuführen. Merz betonte, dass man nun auf die sinkenden Umsätze reagieren wolle. «Unsere Anstrengungen gehen vor allem in Richtung verstärktes Marketing, in die Attraktivitätssteigerung unserer Produkte. Auch bei der Preisgestaltung wollen wir über die Bücher», verriet Merz.

Mehr alpin und lokal als cool

Barbara Merz äusserte sich auch zur strategischen Ausrichtung. «Wir werden uns auf Investitionen vor Ort konzentrieren und die Standortattraktivität fördern», sagte sie. Ein geplantes Joint-Venture mit einer österreichischen Raststätte wird laut Merz nun fallen gelassen. Stattdessen soll dieses Geld in den Standort Uri investiert werden. Zudem wird die Marke «My Stop» überdacht werden. Im Zusammenhang mit dem geplanten Umbau des Satelliten im Schattdorfer Dimmerschachen soll eine Neupositionierung der Marke vorgenommen werden. «Es geht in Richtung weniger cool, dafür mehr alpin und lokal», so Merz.

Gemütlich und behaglich

CEO Daniel Kaufmann nahm den Faden gleich auf. «Die Gotthard-Raststätte soll zur ersten Erlebnis-Raststätte der Schweiz werden», sagte er. «Im Gürtel zwischen Raststätte und Reuss soll eine Erholungsoase entstehen. Die Figur von Wilhelm Tell wird die Basis der Inszenierung und begleitet die Besucher durch die ganze Anlage.» Man habe sich für eine Architektursprache entschieden, die sich an die alten Ställe und Speicher anlehne. Die Inneneinrichtung solle gemütlich und behaglich werden. Bei der Umsetzung des Projekts sind sportliche Ziele gesetzt worden. Bis im Herbst 2016 soll ein bewilligungsfähiges Projekt vorliegen. Der Baustart ist für September 2017 geplant. Die Bauphase soll nur sieben Monate dauern, sodass rechtzeitig zu Ostern die neue Erlebnis-Raststätte in Betrieb gehen könnte.

Kaufmann wies darauf hin, dass die Raststätte künftig vermehrt ins Marketing investieren werde. Dabei will man auf eine Verknüpfung mit den digitalen Medien setzen. Zudem soll noch mehr als bisher auf die Vermarktung regionaler Produkte gesetzt werden. Kräftig investiert werden soll auch im Bereich Elektromobilität. Hier geht es vor allem um Schnellladestationen. «Wir haben uns viel vorgenommen, um die Ertragslage der Raststätte wieder zu verbessern», schloss der CEO.

Dividende von 13 Prozent

Sämtliche Anträge des Verwaltungsrates wurden einstimmig gutgeheissen, so auch die Verwendung des Bilanzgewinns von 3,77 Millionen Franken. Ausgeschüttet wird eine ordentliche Dividende von 13 Prozent (798 200 Franken). 2,98 Millionen Franken werden auf die neue Rechnung vorgetragen. Zum Schluss der von 282 Aktionären besuchten GV wurden drei langjährige Mitarbeiter geehrt. Namentlich handelte es sich um Elsbeth Muoser (für 35 Jahre Mitarbeit), Anton Gal (35 Jahre) und Maria Sanches-Miguel (30 Jahre).

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