KANTON URI: Gugger beschenken fünf Institutionen

Das grösste Urner Guggenmusikfest feierte eine gelungene Premiere in Flüelen. 2019 gibt es in Flüelen eine Zweitauflage. Die Rechnungen sind alle beglichen. Jetzt kann der Gewinn von 18000 Franken verteilt werden.

Markus Zwyssig
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Die Urner Guggenmusiken – im Bild die Tellsymphoniker Bürglen – haben ihr grosses Fest im vergangenen Februar erstmals in Flüelen durchgeführt. Nun ziehen sie eine positive Bilanz und möchten gerne wieder kommen. (Bild: Eveline Beerkircher (Flüelen, 4. Februar 2017))

Die Urner Guggenmusiken – im Bild die Tellsymphoniker Bürglen – haben ihr grosses Fest im vergangenen Februar erstmals in Flüelen durchgeführt. Nun ziehen sie eine positive Bilanz und möchten gerne wieder kommen. (Bild: Eveline Beerkircher (Flüelen, 4. Februar 2017))

Markus Zwyssig

markus.zwyssig@urnerzeitung.ch

4 mal 4444 Franken. So viel Geld können die Verantwortlichen des grössten Urner Guggerfests Gugg-Uri, das erstmals in Flüelen stattfand, verteilen. Geld erhalten Procap Uri, die Winterhilfe, Plusport und die Stiftung Papilio. Doch damit nicht genug. Auch die Alterspension Seerose in Flüelen darf 500 Franken entgegennehmen. «Dies ist ein Dank dafür, dass wir das Fest kurzfristig von Altdorf nach Flüelen verschieben durften», so OK-Präsident Koni Scheuber.

Gugg-Uri verfolgt seit der ersten Auflage 1996 den sozialen Gedanken, den Reingewinn des grossen Festes jeweils zu verschenken. Zum Vergleich: Nach der letzten Ausgabe von Gugg-Uri 2014 konnten drei Institutionen von je 8200 Franken profi­tieren.

2019 wollen Gugger wieder in Flüelen schränzen

Die Premiere in Flüelen ist gut über die Bühne gegangen. Daher ist jetzt schon klar, dass das nächste Gugg-Uri wieder in Flüelen stattfinden wird. Die Organisatoren haben diesbezüglich bereits bei der Gemeinde angeklopft. Auch das Datum ist bekannt: Das nächste Gugg-Uri findet am 8. und 9. Februar 2019 statt. «Dann gibt es wieder eine sogenannte lange Fasnacht. Das heisst, die Fasnachtstage finden relativ spät statt», erklärt Scheuber. Das sei ideal für das grösste Urner Guggenmusikfest, an dem traditionell alle Guggenmusiken des Kantons teilnehmen. Das Fest findet jeweils alle zwei oder drei Jahre statt. Die Organisatoren durften erfreut feststellen, dass das Konzept auch an einem neuen Ort aufgeht.

«Der Wechsel von Altdorf nach Flüelen ist für die Gugger gut über die Bühne gegangen. Wir dürfen auf sehr viele Sympathisanten zählen», so Scheuber. Und vor allem freut ihn: «Die Sponsoren sind geblieben. Sie haben uns trotz Standortwechsel die Treue gehalten.» Die Wege sind in Flüelen zwar etwas länger als in Altdorf. So musste derjenige, der die verschiedenen Festplätze besuchen wollte, jeweils die Unterführung beim Bahnhof benützen. «Die Infrastrukturen und die gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr sind für uns aber ideal.» So seien viele Guggenmusiker oder Besucher auch mit dem Bus oder dem Zug angereist. Auch im Rudenzpark kam beste Stimmung auf. Zeitweise gab es fast kein Durchkommen mehr. Seit elf Jahren ist Koni Scheuber bei der Guggenmusik Smürfer-Spätzinder dabei. Tradition verpflichtet: So gehörte Koni Scheubers Vater zu den Mitinitianten von Gugg-Uri.

Mitgliederzahlen steigen eher wieder an

Nicht alle bleiben so lange dabei. «Heute wird eher das Kurzlebige gesucht», gibt sich Scheuber überzeugt. So gäbe es auch bei den Guggenmusiken, was die Zahlen der aktiven Musikanten betrifft, immer wieder Hochs und Tiefs. «Zurzeit aber ist ein aktives Mitwirken in einer Guggenmusik bei den Jugendlichen sehr beliebt», sagt Scheuber. «Auch bei unserer Guggenmusik, den Smurfer-Spätzindern, durften wir sieben Neumitglieder begrüssen.» Das Brauchtum, zu dem auch Katzen- und Guggenmusik gehört, habe bei den Jugendlichen nach wie vor einen hohen Stellenwert.

Und es gibt auch viele, die es über die Jahrzehnte nicht lassen können. So machten bei Guggürgeschtei, der Guggenmusik der Ehemaligen, während der vergangenen Fasnacht nicht weniger als 70 Musikanten mit. «Bei so viel Begeisterung bin ich mir sicher, dass sie auch 2019 beim nächsten Gugg-Uri wieder dabei sind», so Scheuber.