KANTON URI: Ignaz W.: «Nichts für schwache Nerven»

Uri Ignaz W. hat seinen Roman fertig. «Der Gesellschaftsspiegel» sei keine Autobiografie, sondern «der Versuch, die Menschenwürde behalten zu können».

Bruno Arnold
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Ignaz W. verlässt 2013 nach der Urteilsverkündung des Urner Obergerichts das Rathaus in Altdorf. (Bild: Urs Hanhart / Neue LZ)

Ignaz W. verlässt 2013 nach der Urteilsverkündung des Urner Obergerichts das Rathaus in Altdorf. (Bild: Urs Hanhart / Neue LZ)

Der Fall liegt dreieinhalb Jahre zurück. Der 46-jährige Erstfelder Barbetreiber Ignaz W. soll einen Auftragskiller beauftragt haben, seine Ehefrau Nataliya K. zu erschiessen. Das Attentat misslang. Das Landgericht Uri hat Ignaz W. im Oktober 2012 wegen versuchten Mordes in Mittäterschaft und Gefährdung des Lebens zu einer Gefängnisstrafe von 10 Jahren verurteilt. Im September 2013 erhöhte das Urner Obergericht das Strafmass sogar und verurteilte ihn zu 15 Jahren Gefängnis. Rechtskräftig verurteilt ist Ignaz W. noch nicht. Er wird ans Bundesgericht gelangen.

Seit dem 12. November 2010 sitzt der Erstfelder in Haft. «Etwas Abwechslung hat das Schreiben eines Romans gebracht», so der ehemalige Barbetreiber. «Wenn alles planmässig verläuft, wird das knapp 300 Seiten umfassende Buch mit dem Arbeitstitel ‹Der Gesellschaftsspiegel› ab Herbst 2014 käuflich sein. Ich habe einen Verleger gefunden. Dessen Namen möchte ich aber noch nicht preisgeben», erzählt Ignaz W.