KANTON URI: Im Internet, bevor Polizei vor Ort ist

Nach dem Tötungsdelikt in der «Mühle» in Schattdorf gerät die Informationspolitik der Behörden unter Beschuss. Der Urner Kripo-Chef Ruedi Huber erklärt, wieso es lange dauern kann.

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Das Tötungsdelikt vom 24. März in Schattdorf wirft auch Fragen bezüglich Information der Angehörigen auf. (Bild Sven Aregger)

Das Tötungsdelikt vom 24. März in Schattdorf wirft auch Fragen bezüglich Information der Angehörigen auf. (Bild Sven Aregger)

Sonntag, 24. März 2013: Schon früh melden Online-Portale verschiedener Medien, dass es sich beim Opfer des Tötungsdelikts in der Schattdorfer «Mühle» um den Wirt handle. Die Mutter des Getöteten weiss zu diesem Zeitpunkt noch nichts davon. «Gerade die neuen Kommunikationsmittel machen es der Polizei alles andere als einfach, Angehörige zu informieren, bevor diese auf andern Wegen davon erfahren», sagt Ruedi Huber, Chef der Kriminalpolizei Uri. «Fakt ist, dass Videos, Bilder und Texte mitunter ins Internet gestellt werden, bevor die Polizei überhaupt eine Meldung erhält oder am Ereignisort eintrifft.» Die Polizei informiere aber – im Gegensatz zu früher – bei Verbrechen oder Unfällen bereits dann, wenn die Identifizierung eines Opfers behördlich noch nicht als rechtsgenüglich festgestellt gelte. Dafür ist die Staatsanwaltschaft zuständig.

«Äusserst schwieriger Fall»

«Bei den kleinräumlichen Urner Verhältnissen können vielfach Polizeiangehörige selber Hinweise auf die Identität geben oder es gehen Erkenntnisse aus dem Umkreis des Ereignisses ein», erklärt Huber. «Aber in diesem Fall war es äusserst schwierig, die nächsten Angehörigen ausfindig zu machen», betont der Kripo-Chef. Huber betont aber auch: «Die polizeiliche Kernaufgabe besteht darin, den Täter zu fassen und die Wahrheit zu finden.» Aufgrund von Zeugenaussagen sei beim Eintreffen der ersten Polizeipatrouille überhaupt nicht klar gewesen, ob sich die Täterschaft noch in der «Mühle» befinde, wie diese bewaffnet sei und wie sie reagieren könnte. «In solchen Situationen muss immer auch die Sicherheit der Einsatzkräfte mitberücksichtigt werden», so Huber.

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