KANTON URI: Im Urner Oberland sind drei Ersthelfer vor Ort

Die medizinische Versorgung des Urner Oberlands wird seit 100 Tagen durch drei sogenannte «First Responder» ergänzt. Sie sind in Notfall noch vor Ärzten oder dem Rettungsdienst vor Ort.

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Regierungsrat Stefan Fryberg (rechts) mit den First Respondern (v.l.) Beat Walther, Stefan Baumann, Stefan Tresch sowie Luca Ceresetti, Kommandant der Schadenwehr Gotthard. (Bild pd)

Regierungsrat Stefan Fryberg (rechts) mit den First Respondern (v.l.) Beat Walther, Stefan Baumann, Stefan Tresch sowie Luca Ceresetti, Kommandant der Schadenwehr Gotthard. (Bild pd)

Seit Anfang dieses Jahres wird die medizinische Versorgung des Urner Oberlands durch drei sanitätsdienstliche Ersthelfer, sogenannte «First Responder», ergänzt.

Wie die Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion des Kantons Uri mitteilt, leisten sie bei lebensbedrohenden Notfällen (zum Beispiel Herzstillstand oder Hirnschlag) erste Hilfe bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes oder Arztes.

5 bis 20 Minuten vor der Ambulanz
In den ersten 100 Tagen kamen die «First Responder» bereits in sechs Fällen im Urner Oberland zum Einsatz. Es handelte sich dabei um Arbeits- oder Verkehrsunfälle sowie um Sturzunfälle in den Gemeinden Gurtnellen bis Hospental. Dabei waren die drei Ersthelfer zwischen 5 und 20 Minuten früher bei den Patienten als die gleichzeitig aufgebotene Ambulanz.

Dieser Dienst ist im Urner Oberland nötig, weil die Rettungsdienste des Kantonsspitals Uri und des Militärspitals Andermatt oft längere Zeit für die Anfahrt benötigen.

Die Gesundheitsdirektion hat mit den freiwilligen «First Respondern» der Schadenwehr Gotthard eine Vereinbarung für die Zusammenarbeit abgeschlossen. Die drei Fachleuten sind laut Mitteilung «fachlich gut ausgebildete und ausgerüstete Personen, die freiwillig rund um die Uhr als Ersthelfer zur Verfügung stehen».

ana