KANTON URI: Immer mehr Integrative Sonderschulung

Seit 2008 haben sich die Kosten für die Integrative Sonderschulung vervierfacht. Unter dem Strich ist die besondere Schulung aber nicht teurer geworden.

Bruno Arnold
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Im Kanton Uri profitieren Kinder mit Integrativer Sonderschulung stark von einer Integration in die Regelklasse (Symbolbild). (Bild: Keystone)

Im Kanton Uri profitieren Kinder mit Integrativer Sonderschulung stark von einer Integration in die Regelklasse (Symbolbild). (Bild: Keystone)

Seit dem Schuljahr 2006/07 kennt der Kanton Uri die Integrative Sonderschulung. Seit 2008 hat sich die Zahl der Kinder und Jugendlichen mit einer Behinderung, die in einer Regelklasse unterrichtet werden, von 15 auf 49 erhöht. Die Kosten für die Integrative Sonderschulung haben sich in derselben Zeit vervierfacht, auf rund 1 Million Franken, die Kosten für die Sonderschule am HPZ Uri sind aber kontinuierlich gesunken, und zwar von 2,85 auf 2,18 Millionen Franken. Unter dem Strich sind aber die Gesamtkosten für besondere Schulungen zwischen 2008 und 2012 nicht angewachsen. Sie bewegen sich nach wie vor in der Grössenordnung von 5,1 Millionen Franken. Das schreibt die Urner Regierung in ihrer Antwort auf einen Vorstoss aus dem Landrat.

Das System bewährt sich

«Laut einer 2009/2010 durchgeführten Evaluation profitieren die Kinder mit Integrativer Sonderschulung stark von einer Integration in die Regelklasse», hält die Regierung in ihrer Antwort weiter fest. «Der Nutzen liegt vor allem in einem hohen Mass im sozial-emotionalen Bereich und bei der Selbstkompetenz. Die angestrebten Ziele konnten somit erreicht werden.» Es sei auch nicht so, dass die Leistungsziele der begabten Schüler in Klassen, in denen Schüler mit IS-Status unterrichtet würden, nicht eingehalten werden könnten. Und obwohl der Bedarf seit der IS-Einführung deutlich zugenommen habe, stünden in Uri auch genügend ausgebildete schulische Heilpädagogen mit einem anerkannten Ausbildungsabschluss (Master) zur Verfügung.