KANTON URI: In Uri solls künftig weniger Gemeinden geben

Eine Verkleinerung der Gemeinden-Anzahl im Kanton Uri ist laut einer Studie notwendig. Doch dies reicht als Massnahme alleine nicht aus.

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Blick auf das Urner Reussdelta. (Archivbild Sven Aregger/Neue UZ)

Blick auf das Urner Reussdelta. (Archivbild Sven Aregger/Neue UZ)

Am Montag, 3. Mai, haben sich Vertreter aller Urner Gemeinden mit den kantonalen Projektverantwortlichen des Urner Gemeindestrukturreformprojekts und mit Experten der Universität Bern zu einem Workshop in Altdorf getroffen. Das Kompetenzzentrum für Public Management der Universität Bern stellte den Bericht mit der Analyse der Urner Gemeinden und den möglichen Handlungsoptionen vor, heisst es in einer Mitteilung der Justizdirektion Uri.

Weniger Gemeinden, mehr Qualität
Der rund 140-seitige Bericht zeige, dass sich die Finanzlage der Urner Gemeinden im Allgemeinen entspannt habe. Künftig müsse aber laut Mitteilung wieder mit schlechteren Zahlen gerechnet werden, vor allem bei Gemeinden ausserhalb der Kerngebiete.

Die Gutachter kommen zum Schluss, dass die Verkleinerung der Anzahl Gemeinden zwar notwendig aber alleine nicht ausreichend sei, um die anstehenden Probleme zu lösen. Gefragt seien laut Mitteilung auch Reformen, welche die Qualität der Regierungs- und Verwaltungsarbeit verbessern – zum Beispiel eine höhere Entschädigung für Gemeinderäte oder Mindestanforderungen an das Ausbildungsniveau des Verwaltungskaders.

Unterstützung und Anforderungen
Der Bericht prüft drei mögliche Szenarien für eine Gemeindestrukturreform:

  • 1. Eine partnerschaftliche Unterstützung fusionswilliger Gemeinden durch den Kanton. Gefördert werden Fusionen durch Beratungsleistungen und finanzielle Anreize.  
  • 2. Organisatorische und leistungsspezifische Mindestanforderungen an die Gemeinden auf Gesetzesebene. Zusätzlich unterstützt der Kanton Fusionsprojekte durch Anreize in beratender und finanzieller Form.  
  • 3. Die künftige Gemeindestruktur wird durch eine kantonale Abstimmung in einem Schritt festgelegt (wie im Kanton Glarus).

Die Urner Gemeinden und die Öffentlichkeit können bis im Juli zum Bericht über die Gemeindestrukturreform Stellung nehmen.

ana