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KANTON URI: Jeder dritte kontrollierte LKW hat Mängel

Bei Schwerverkehrskontrollen mussten 5952 Lastwagen beanstandet werden. Stefan Simmen, Chef des Schwerverkehrszentrums, sagt, was hinter den Zahlen steckt und wie es um die Sicherheit auf Urner Strassen steht.
Bei einer Schwerverkehrskontrolle werden die Fahrzeuge auf ihre Verkehrstauglichlkeit kontrolliert. (Symbolbild Neue LZ)

Bei einer Schwerverkehrskontrolle werden die Fahrzeuge auf ihre Verkehrstauglichlkeit kontrolliert. (Symbolbild Neue LZ)

Markus Zwyssig

markus.zwyssig@urnerzeitung.ch

Die Zahlen sind eindrücklich: Die Kantonspolizei Uri hat im vergangenen Jahr 17'642 Lastwagen kontrolliert. Davon waren 11'690 Fahrzeuge korrekt unterwegs. Bei 5952 LKWs mussten 10'203 Verstösse gegen Verkehrsregeln geahndet werden. Grund zur Sorge gibt es laut Stefan Simmen, Chef des Schwerverkehrszentrums (SVZ) aber nicht. Er ist überzeugt: «Unsere Kontrollen zeigen Wirkung. Auf der Gotthardachse ist es insgesamt sicherer geworden.»

Zu bedenken gelte es, dass die Kontrollorgane stets nur Stichproben machen können. «Wir kontrollieren sehr gezielt Fahrzeuge, bei denen wir Mängel erwarten», erklärt Simmen. Die Polizisten hätten ein geübtes Auge, wen sie kontrollieren und wen sie weiterfahren lassen.

Viele Mängel an Bremsen und Reifen

Die Kantonspolizei Uri kontrollierte im vergangenen Jahr während rund 6070 Stunden den Schwerverkehr. Über 11 Prozent der Beanstandungen betrafen Verstösse gegen die Arbeits- und Ruhezeitverordnung. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Zunahme von rund 35 Prozent. «Auf diesen Bereich haben wir aber auch einen speziellen Fokus gelegt», sagt Simmen.

87 Prozent der Verstösse betrafen die Betriebssicherheit. Wiederum viele Mängel gab es im Bereich der Fahrzeugtechnik (4577). Am meisten beanstandet wurden Mängel an den Reifen (1036) sowie an den Bremsen (850). Ein weiterer grosser Teil der Beanstandungen fiel erneut in Sachen Gewicht (2589) sowie den Dimensionen (1514) an, gefolgt von der Ladungssicherung (102) und diversen anderen Übertretungen (107) wie Schnee und Eis, Geschwindigkeit, Telefonieren beim Fahren sowie dem Missachten von Signalen.

Neu dazu gekommen sind die Kontrollen von sogenannten AdBlue-Manipulationen. Dabei geht es um den betrügerischen Umgang mit der Abgasreinigung der Fahrzeuge. Ab Februar 2017 wurden 16'147 Lastwagen auf das hin kontrolliert. Im Kanton Uri kam es zu 113 Beanstandungen an Fahrzeugen vor allem aus Osteuropa und Italien.

Aufgrund gravierender Mängel bei der Betriebssicherheit mussten insgesamt 2795 Schwerfahrzeuge stillgelegt werden. Bei 141 Schwerfahrzeugen ordneten die Kontrolleure an, dass die Fracht umgeladen werden musste, weil Vorschriften zur Ladungssicherung und zur Lastverteilung nicht befolgt worden waren.

Für gewerbsmässige Personen- und Gütertransporte ist eine Lizenz sowohl im Binnen- wie auch im grenzüberschreitenden Verkehr obligatorisch. Im vergangenen Jahr musste wegen Verstössen gegen die Lizenzbestimmungen des Bundes 21 Mal dem Bundesamt für Verkehr (BAV) Meldung erstattet werden. 50 Verstösse erfolgten gegen Bewilligungen beispielsweise im Ausnahmetransportbereich.

Vier Chauffeure mussten angezeigt werden, weil sie ohne Führerausweis unterwegs waren. Diese Zahl hat sich im Gegensatz zum Vorjahr halbiert. 16 Chauffeure wurden wegen Alkohol am Steuer verzeigt. Hier gab es zehn Anzeigen weniger als im vergangenen Jahr. Kontrolliert wurden auch die Tunnelvorschriften für die Durchfahrt mit gefährlichen Gütern. Die Polizei musste drei Mal wegen Missachtung der Gefahrgutvorschriften rapportieren. Dies entspricht einem Rückgang von 70 Prozent. 67 Beanstandungen erfolgten wegen Verstössen gegen das Nacht- und Sonntagsfahrverbot.

Die Polizei zeigt zwei Urner Betriebe an

Kontrolliert wurden im vergangenen Jahr aber auch einheimische Betriebe. Im Kanton Uri gibt es zurzeit 90 Firmen, welche insgesamt 300 Fahrzeuge zum Gütertransport respektive zum gewerbsmässigen Personentransport besitzen. 2017 wurden fünf Betriebe kontrolliert; davon ein Taxiunternehmen. Zwei Betriebe mussten angezeigt werden.

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