Kanton Uri
Jetzt gibt es 30 neue Feuerwehroffiziere

In Erstfeld haben die Feuerwehrmänner das Rüstzeug für die Feuerwehreinsatzleitung erhalten. Die Kursverantwortlichen konnten dabei von aktuellen Ereignissen aus der Region profitieren.

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Eine ganze Woche trainierten die Aspiranten.

Eine ganze Woche trainierten die Aspiranten.

Bild: PD

In Erstfeld ist vom 18. bis zum 22. Oktober ein Grundkurs für angehende Feuerwehroffiziere durchgeführt worden. Wie die Verantwortlichen in einer Mitteilung schreiben, führten die Instruktoren Carlo Zgraggen, Heinz Bissig, Bernhard Zurfluh, Daniel Gerig, Franz Exer und Aaron Grepper die angehenden Offiziere in die Belange der Einsatzführung ein. Unterstützt wurden sie vom Feuerwehrinspektor Stefan Dahinden und Kurskommandant Stefan Tresch. Die Administration und Rechnungsführung erledigte Vivien Hofer.

Zwanzig Aufgaben standen dabei zwischen den Aspiranten und dem Bestehen des Kurses. Neben dem Löschen von Bränden mussten Rettungen ausgeführt werden. Auch kleinere Chemie-Ereignisse, Wassereinbrüche, Hochwasser und andere Unwetteremissionen sowie verschiedene Unfälle wurden thematisiert. Sogar eine Tierrettung unter realistischen Bedingungen fand statt. «Der ständige Auftrag ‹Sichern, Retten, Halten, Schützen, Bewältigen› stand im Vordergrund», schreiben die Verantwortlichen. Auch die Prioritäten Menschen, Tiere, Umwelt und Sachwerte gälte es zu berücksichtigen. Und: Aus aktuellen Ereignissen im Kanton Uri konnten viele Massnahmen erkannt und schliesslich auch Lehren daraus gezogen werden.

30 neue Offiziere sind in dieser Zeit ausgebildet worden.

30 neue Offiziere sind in dieser Zeit ausgebildet worden.

Bild: PD

Feuerwehrmänner profitieren von der Erfahrung anderer

In diesen Tagen erläuterten die Brandermittler der Kantonspolizei Uri ihre Arbeit. Anhand von Einsätzen zeigten sie den Brandverlauf und die Brandursache auf, wodurch die Feuerwehrleute wertvolle Informationen von den Profis erhielten. Die angehenden Offiziere mussten während der ganzen Woche Sachverhalte feststellen, beurteilen, darüber entscheiden, handeln und korrigieren. «Zu Beginn des Kurses taten dies die Teilnehmer noch zaghaft und unvollständig, aber am Schluss bestimmt und klar», heisst es in der Mitteilung weiter. Die jungen Leute haben so das nötige Rüstzeug als Feuerwehreinsatzleiter erhalten. Dieses Wissen kann nun in den Ort- und Betriebsfeuerwehren umgesetzt werden. Das Diplom war der Lohn für den Einsatz der 30 Offiziere.

Als Feuerwehroffizier hat man auch die Aufgabe, Übungen vorzubereiten. Auch für diese Aufgabe wurde den Teilnehmern das notwendige Rüstzeug auf den Weg gegeben. Dabei stehen stets realistische Übungen im Zentrum. Es ist darauf zu achten, dass auch an Übungen unter möglichst realen Bedingungen gearbeitet wird, soweit dies möglich ist.

Am letzten Kurstag konnten die Teilnehmer ihr Wissen an verschiedenen Posten noch vertiefen. So wurde beispielsweise ein Waldbrandeinsatz eins zu eins geübt. An den Posten Kaminbrand, Tiefgaragenbrand, Fotovoltaik, Verkehrsunfall und gefährliche Stoffe konnten die Teilnehmer vom fachlichen Wissen der Instruktoren profitieren. (zgc)

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