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KANTON URI: Junge schwitzen für Furka-Dampfbahn

Lehrlinge der Implenia arbeiteten einen Steinwurf vom Kanton Uri entfernt – für ein Kulturgut, das auch Uri nützt.
Die Gitterroste über der Lammenbrücke werden durch befahrbare Holzbohlen ersetzt. (Bild: PD)

Die Gitterroste über der Lammenbrücke werden durch befahrbare Holzbohlen ersetzt. (Bild: PD)

red. Zum Abschluss ihres zweiten Lehrjahrs bei Implenia absolvierten über 50 Jugendliche, darunter drei junge Frauen, ihre erste Sozialprojektwoche. Das Thema war speziell, insbesondere für Jugendliche, die – bildhaft gesprochen – im Schnellzug durch die Zeit rasen. Sie waren eingebettet in die Unterhaltsarbeiten bei der Dampfbahn Furka-Bergstrecke (DFB), die ihre Fahrgäste mit Dampfloks und historischen Personenwaggons begeistert. Und das auf einer spektakulären Strecke von Realp hinauf auf bis zu 2163 Meter über Meer und wieder hinunter nach Oberwald. Aber: Ohne die Unterstützung der Gönner und freiwilligen Helfer wäre der Betrieb dieses historischen und für Europa einzigartigen Kulturguts längst einge­stellt worden.

Etwas Sinnvolles umsetzen

Implenia hat nun mit allen rund 50 Lernenden aus demselben Lehrjahr einen der vielen unentgeltlichen Beiträge zum Weiterbestand geleistet. Olga Bolliger war als Leiterin des Lernendenwesens auch Organisatorin der ersten Sozialprojektwoche von Implenia. «Wir möchten, dass sich die Lernenden aus demselben Lehrjahr gegenseitig kennen lernen und gemeinsam etwas Sinnvolles umsetzen», sagt sie. Deutschschweizer und Romands also, Lernende aus dem Baufach und angehende Kaufleute, eine bunt gemischte Gruppe, die da im Sport & Holiday Camp Oberwald ihr attraktives Quartier bezog. Das bestätigten auch die Deutschschweizer, die sich am zweiten Abend mit ihren Westschweizer Kollegen zum Fussball trafen. So meinte etwa Roberto Di Bella: «Auch wenn wir kein Französisch sprechen, spätestens beim Fussball verstehen wir uns.»

Die Lernenden wurden durch pensionierte Poliere betreut, die sich freiwillig für die DFB einsetzen. An einem Ort wurden Kabelschutzrohre einbetoniert, an anderen Stellen Stützmauern und Bruchsteinmauern saniert. Bei der Lammenbrücke wurde der Bodenbelag ersetzt. Ein angehender Baumaschinenmechaniker arbeitete in der Werkstatt.

Für Nachmittage gerüstet

Und nach dem vormittäglichen Arbeitseinsatz in der Walliser Bergwelt ebenfalls sehr wichtig: die Logistikgruppe, die für den Nachschub an Kalorien und damit eine Extraportion gute Laune sorgte. Jeden Morgen stellte sie die Lunchpakete bereit und fuhr sie auf die über viele Kilometer verteilten Baustellen: ein nahrhaftes Sandwich, Apfel, Banane, Schokoriegel. «Es ist gut, und wir werden satt», meinte Maurerlehrling Nick Dahinden. «So ist man auch für die Nachmittage gerüstet.» Wohin das nächste Sozialprojekt führt, weiss Olga Bolliger noch nicht. Was sie aber weiss: «Auch das wird ein wertvoller Einsatz.»

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