Kanton Uri
Juso Uri fordert sozialistischen Ausstieg aus der Krise

Die Jungpartei hat an der Mitgliederversammlung unter anderem einstimmig die Ja-Parole für das Stimmrechtsalter 16 gefasst.

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(zgc) Die Juso Uri hat laut einer Mitteilung an ihrer digitalen Mitgliederversammlung die Kampagne für die 99%-Initiative gefasst, die im September zur Abstimmung kommt. Der Grundsatz der Vorlage ist es, Kapitaleinkommen höher zu besteuern um die Einkommenssteuern zu senken und die arbeitende Bevölkerung zu entlasten. «Geld arbeitet nicht, Menschen arbeiten», wird die Landrätin Chiara Gisler in der Mitteilung zitiert. Es könne nicht sein, dass Arbeiter mehr Steuern bezahlen müssen, «während jene Leute, die ein Vermögen haben, das sich von selber vermehrt, sich auf ihrem Kapital ausruhen können.»

Des weiteren verabschiedete die Jungpartei ein Forderungsprogramm zum 1. Mai. Mit dem Titel «Sozialistisch aus der Krise» stellen sie Forderungen auf, um die «durch die momentane Krise verschärfte Ungerechtigkeit» zu bekämpfen. «Durch die Krise vergrössert sich die Schere zwischen Arm und Reich immer mehr und die prekären Arbeitsbedingungen der systemrelevanten Arbeiter lassen sich nicht mehr ausser Acht lassen», äussert sich Naomi Brot zum einstimmig angenommen Positionspapier.

Darüber hinaus hat die Jungpartei einstimmig die Ja-Parole zum Stimmrechtsalter 16 gefasst. «Die Entscheidungen, die wir bei den Abstimmungen jeweils fällen, betreffen am allermeisten die Jugend in ihrer Zukunft», sagt Stefanie Gisler zum Ergebnis. «Darum ist es besonders wichtig, dass sie mitbestimmen darf.»