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KANTON URI: Martin Kopp erhält UKB-Preis

Im «Clubhüüs» in Erstfeld hilft Generalvikar Martin Kopp Jugendlichen in schwierigen Situationen. Die UKB würdigt dieses langjährige soziale Engagement mit dem Anerkennungspreis 2018 im Wert von 20'000 Franken.
Preisträger Martin Kopp, flankiert von Bankrätin Patrizia Danioth und Bankratspräsident Heini Sommer. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 28. Februar 2018))

Preisträger Martin Kopp, flankiert von Bankrätin Patrizia Danioth und Bankratspräsident Heini Sommer. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 28. Februar 2018))

Urs Hanhart

urs.hanhart@urnerzeitung.ch

Seit 14 Jahren lebt Generalvikar Martin Kopp im «Clubhüüs» in Erstfeld in einer Wohngemeinschaft mit Jugendlichen, die sich in einer schwierigen Situation befinden. Meistens haben die Jugendlichen Probleme zu Hause oder möchten sich eine Auszeit nehmen.

Das Haus bietet Platz für neun Personen. Im Jugendlokal treffen sich zudem Jugendliche aus dem ganzen Kanton zum Beisammensein und Austausch. Auch ein Mittagstisch für Oberstufenschüler und Lehrlinge wird angeboten. Für dieses einzigartige soziale Engagement durften Martin Kopp und der Verein für soziales Wohnen für Jugendliche im Kanton Uri am Mittwochabend den UKB-Anerkennungspreis entgegennehmen.

Eine grosse Überraschung

«Dieser Preis ist eine grosse Überraschung. Aber wir freuen uns natürlich sehr darüber, insbesondere auch über die sehr hohe Dotierung», sagte Kopp. «Der Beitrag eröffnet uns neue Möglichkeiten, hilfreich zu werden.» Bankratspräsident Heini Sommer überreichte Kopp den Preis in Form eines riesigen Schecks. «Es freut mich ganz besonders, dass wir heute eine Institution auszeichnen, die sich für Jugendliche einsetzt. Ein solches Engagement spricht für den Glauben an die Zukunft», so Sommer.

Bankrätin Patrizia Danioth wies in ihrer Laudatio darauf hin, dass Kopp und dessen Verein schon weitere Projekte in petto haben. Bereits demnächst wird in Erstfeld eine Wohngemeinschaft für ältere Jugendliche eröffnet. Betreut werden sie ebenfalls vom Team des Vereins für begleitetes Wohnen für Jugendliche im Kanton Uri. Zudem wird eine Anerkennung des «Clubhüüs» als Jugendheim angestrebt. Über kürzere oder längere Zeit können Menschen im «Clubhüüs» wohnen, sofern sie bereit sind, einen Beitrag zum gemeinsamen Leben zu leisten, sich an Regeln zu halten und persönlich und als Gemeinschaft gute Ziele zu erreichen. Das Haus steht auch für Notaufnahmen offen. Direktbetroffene, Freunde oder Kollegen sowie Sozialarbeitende, Behörden oder die Polizei machen davon Gebrauch. Die Dauer einer solchen Aufnahme ist unterschiedlich.

Betreuung ist rund um die Uhr gewährleistet

Neben dem Generalvikar betreuen zwei Sozialpädagoginnen sowie jeweils zwei Zivildienstler die Jugendlichen. Das Team hilft bei den Hausaufgaben, bei der Lehrstellensuche und unterstützt in der Führung der WG. Damit ist eine Betreuung rund um die Uhr gewährleistet.

Kopp, der sich der christlichen Nächstenliebe verpflichtet fühlt, möchte mit dem «Club­hüüs» ein Stück Zuhause, Orientierung und Hilfe bieten. So hat er 2017 drei Afghanen im Alter von 17 Jahren aufgenommen. Die Sprache und die unterschiedliche Auffassung von Aufgaben waren eine Herausforderung. Heute unterhält sich Kopp mit dem Afghanen auf Deutsch und sie kochen alle zwei, drei Tage.

Generalvikar Martin Kopp kümmert sich um Jugendliche im Kanton Uri. (Bild: Nadia Schärli (Erstfeld, 9. Mai 2017))

Generalvikar Martin Kopp kümmert sich um Jugendliche im Kanton Uri. (Bild: Nadia Schärli (Erstfeld, 9. Mai 2017))

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