KANTON URI: Mit einem Wisch zum Bus-Ticket

Nach Tests auf anderen Verkehrsnetzen wird die App Fairtiq ab September auch in Uri funktionieren. Per GPS wird ermittelt, welche Strecke zurückgelegt wurde, und demnach in Rechnung gestellt.

Merken
Drucken
Teilen
Einmal auf dem Handy wischen – und einsteigen: So funktioniert die App. (Bild: Urs Hanhart (23. September 2016))

Einmal auf dem Handy wischen – und einsteigen: So funktioniert die App. (Bild: Urs Hanhart (23. September 2016))

«Fairtiq – die einfachste Fahrkarte der Schweiz»: So wird die neue Ticketing-App angepriesen. Ab Anfang September wird die Auto AG Uri (AAGU) diese App-basierte Lösung, um zu einem virtuellen Ticket zu kommen, auf dem Liniennetz anbieten – als erste Verkehrsunternehmung im direkten Verkehr respektive ohne Tarifverbund. Fairtiq ist kostenlos für iPhone und Android in den App-Stores verfügbar.

Wischen, fahren und geniessen: Das Prinzip der App ist verständlich und einfach. Fahrgäste können beim Einsteigen in den Bus die App mit einer Finger-Wischbewegung starten. Durch GPS wird geortet und registriert, welche Strecke der ÖV-Nutzer gerade abfährt. Beim Ausstieg kann die App wieder per Finger-Wischbewegung geschlossen und die Reise somit beendet werden. Sollten Fahrgäste vergessen, sich am Ende einer Reise auszuchecken, erscheint nach einer gewissen Zeit eine Erinnerung, und die App schliesst sich automatisch. Danach berechnet die App den günstigsten Fahrpreis und verrechnet diesen. Somit haben Fahrgäste die Garantie auf den besten Preis und die totale Kostenkontrolle. Denn die einzelnen Positionen werden übersichtlich in der App aufgelistet.

«Wir werden dem Kundenbedürfnis gerecht»

Die Auto AG Uri beschäftigt sich seit geraumer Zeit mit einer sinnvollen Lösung, in das moderne Online-Ticket-Geschäft einzusteigen: «Kunden mit Smartphones suchen nach Ticketing-Lösungen, die einfach zu bedienen und jederzeit verfügbar sind», sagt Michael Roost, Vorsitzender der Geschäftsleitung der AAGU. «Mit Fairtiq können wir diesem Kundenbedürfnis optimal gerecht werden.»

Aus Kostengründen wolle die AAGU keine eigene App entwickeln. Zudem sei es sinnvoll, sich einer App anzuschliessen, die sich weit über die Kantonsgrenzen bereits etabliert hat. «Fairtiq bietet alle nötigen Funktionen, und die App wurde bereits in mehreren Tarifverbünden erprobt und hat sich bestens bewährt», sagt Miriam Würsch, Mediensprecherin der Auto AG Uri. (red)