Kanton Uri
Nach Klage wegen Ehrverletzung: Alt-Richter Heinz Gisler und Staatsanwältin Nora Greter legen Streit bei

Die Anzeige, die Heinz Gisler gegen die Staatsanwältin einreichte, gilt nun als beigelegt. Greter entschuldigt sich beim Alt-Richter für die Verwendung des Begriffs «Gefälligkeitsurteil».

Lucien Rahm
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Heinz Gisler, ehemaliger Landgerichtsvizepräsident.

Heinz Gisler, ehemaliger Landgerichtsvizepräsident.

Bild: Carmen Epp

Zwischen der Urner Staatsanwältin und dem ehemaligen Vizepräsidenten des Landgerichts Uri Heinz Gisler ist es zu einer Einigung gekommen, wie der in dieser Sache mit der Untersuchung beauftragte ausserordentliche Staatsanwalt Hans Maurer am Dienstag mitteilt. Gisler hatte Greter wegen Ehrverletzung angezeigt, nachdem diese ihm während eines Verfahrens im Jahr 2019 vor Obergericht unterstellte, als Vorinstanz in einem Straffall ein Gefälligkeitsurteil gefällt zu haben. Zuvor führte eine Aussprache zwischen den beiden Parteien zu keiner Einigung.

Staatsanwältin Nora Greter.

Staatsanwältin Nora Greter.

Bild: PD

«Aufgrund eines Vergleichs wurde das Strafverfahren mit Verfügung vom 18. Januar eingestellt», schreibt der ausserordentliche Staatsanwalt aus Zürich. Greter habe den Ausdruck «Gefälligkeitsurteil» zurückgezogen und sich gegenüber Gisler für die Verwendung dieses Begriffs entschuldigt. «Das Verfahren ist damit abgeschlossen». Im Übrigen haben die Parteien Stillschweigen vereinbart.