Kanton Uri
Neo-Urner erhalten Landrechtsurkunde

Sie mussten sich wegen Corona lange gedulden. Aber nun konnte die Feier für die 2019 Eingebürgerten doch noch nachgeholt werden.

Urs Hanhart
Drucken
Brigitte Journaux (links) und Justizdirektor Daniel Furrer überreichen der Familie Surota die Landrechtsurkunden.

Brigitte Journaux (links) und Justizdirektor Daniel Furrer überreichen der Familie Surota die Landrechtsurkunden.

Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 19. Mai 2022)

In der Regel führt die Justizdirektion alljährlich im Rathaus in Altdorf eine kleine Feier für neu eingebürgerte Personen durch. Höhepunkt ist jeweils die Überreichung der Landrechtsurkunde. Aufgrund der Coronapandemie konnte dieser Anlass 2020 und 2021 allerdings nicht abgehalten werden. Am Donnerstag wurde nun die Feierstunde für die im Jahr 2019 Eingebürgerten nachgeholt. Geladen waren insgesamt 64 Personen aus Bosnien und Herzegowina, Deutschland, dem Irak, Italien, dem Kosovo, Montenegro, Portugal, Serbien, der Türkei und der Ukraine. Zahlenmässig am besten vertreten waren Italien (13 Personen) und Deutschland (11).

Viele Hürden erfolgreich überwunden

Justizdirektor Daniel Furrer hiess die Neo-Schweizerinnen und -Schweizer im Landratssaal herzlich willkommen und gratulierte ihnen im Namen des Regierungsrats zur Erlangung des roten Passes. Zu den Versammelten sagte er: «Sie leben seit vielen Jahren in einer Urner Gemeinde oder sind hier geboren und aufgewachsen; Sie haben sich ans Klima sowie an die Menschen im Kanton Uri gewöhnt und sich vielleicht auch anpassen müssen; Sie arbeiten möglicherweise bei einem Urner Unternehmen und fühlen sich hier auch zu Hause; Sie haben unseren wunderschönen Kanton schätzen und auch kennen gelernt.»

Furrer wies darauf hin, dass alle zur Feier Eingeladenen vor geraumer Zeit in ihrer Wohngemeinde ein Einbürgerungsgesuch einreichten. Dafür hätten sie eine Vielzahl von Formularen ausfüllen sowie einen Nachweis über die Beherrschung der deutschen Sprache erbringen und einen bestanden Staatskundetest vorweisen müssen. In der Folge hätten sie sich einer Gemeindeversammlung gestellt, die über das Einbürgerungsgesuch befunden habe. Später sei dann die eidgenössische Einbürgerungsbewilligung aus Bern überwiesen worden, und schliesslich habe der Urner Regierungsrat die kantonale Einbürgerungsbewilligung erteilt.

Nicht nur Rechte, auch Pflichten

Bevor der Justizdirektor, assistiert durch Brigitte Journeaux, Sachbearbeiterin beim Amt für Justiz, allen eine Landrechtsurkunde und ein Schächtelchen mit dem Aufdruck «eppis siässes» aushändigte, erinnerte er daran, dass die Einbürgerung nicht nur mit Rechten, sondern auch mit Pflichten verbunden sei. «Ich fordere Sie auf, sich in Ihrer Wohngemeinde und im Kanton zu engagieren sowie auch das Stimm- und Wahlrecht wahrzunehmen», so Furrer.

Vor dem abschliessenden Apero im Foyer kamen die Feier-Teilnehmenden noch in den Genuss eines geführten Rundgangs durch das Rathaus. Daniel Furrer, Landschreiber Willy Lussmann und Landweibel Erwin Gisler zeigten ihnen nebst dem Landratssaal auch das Regierungsratszimmer und den Bannersaal. Zu diesen Räumlichkeiten gaben sie interessante Erläuterungen ab. Voraussichtlich in der zweiten Hälfte dieses Jahres wird eine weitere Einbürgerungsfeier stattfinden. Dann mit den Eingebürgerten von 2020.