Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

KANTON URI: Niederberger-Engineering zieht ins Urnerland

Eine Nidwaldner Firma will künftig in Schattdorf wachsen. Inhaber Toni Niederberger kritisiert die Bedingungen in Nidwalden.
Martin Uebelhart
Toni Niederberger zieht mit seiner Firma von Nidwalden weg, das Spin-off Serbot AG (Bild), das Roboter für Reinigungen von Fassaden und Solarpanels entwickelt, bleibt vorerst in Buochs. (Archivbild: Nidwaldner Zeitung)

Toni Niederberger zieht mit seiner Firma von Nidwalden weg, das Spin-off Serbot AG (Bild), das Roboter für Reinigungen von Fassaden und Solarpanels entwickelt, bleibt vorerst in Buochs. (Archivbild: Nidwaldner Zeitung)

Martin Uebelhart

martin.uebelhart@nidwaldnerzeitung.ch

Der Eintrag der Niederberger-Engineering AG in Oberdorf ist laut Schweizerischem Handelsamtsblatt Anfang Februar gelöscht worden. Der Grund dafür: Toni Niederberger hat den Sitz seiner sechsköpfigen Firma nach Schattdorf verlegt, in die Industriezone Schächenwald. In Oberdorf verbleibt eine Zweigstelle. Gefragt nach dem Grund für den Umzug, sagt der Firmeninhaber: «Im Kanton Uri habe ich die besseren Bedingungen gefunden.» Dabei spielten Steuern eine Rolle, aber auch das Platzangebot. «Auf dem Gelände der ehemaligen Munitionsfabrik Altdorf findet man die passenden Hallen», hält der ehemalige SVP-Landrat im Gespräch mit unserer Zeitung fest. Er habe im Kanton Uri auch die bessere Unterstützung erhalten als in Nidwalden.

Er benutzt das Wort «visionär» für das, was dort im Industriegebiet zwischen Altdorf und Schattdorf entstehe. Visionär sei zudem, dass bis in ein paar Jahren in Altdorf der Kantonsbahnhof Uri entstehe, «eine direkte Anbindung an die Nord-Süd-Verbindung zwischen Rotterdam und Genua». Und er hält fest: «Meine Vision ist ein Silicon Valley Reusstal, nicht ein Silicon Valley Buochs-Ennetbürgen.»

Patentquote ist nicht «beschäftigungswirksam»

Nidwalden, die Zentralschweiz, ja alle Kantone müssten sich etwas einfallen lassen, um in der hochdynamischen Welt bestehen zu können. «Wir brauchen wieder mehr Wertschöpfung in diesem Land», ist er überzeugt. Als Gegenbeispiel erwähnt er die Patentbox, die der Kanton Nidwalden bereits in seinem Steuerrecht verankert hat. Das ziehe Firmen an, die dann ihre Patente hier parkierten. «So kann Nidwalden zwar die höchste Patentquote in der Schweiz ausweisen, aber das ist nicht beschäftigungswirksam. Das hat keine Zukunft.»

Die Firma ist in den Bereichen Maschinenbau, Automation, Robotik, Statik/Dynamik, Mechatronik, Steuerung, Elektronik/Software und Produktentwicklung tätig. Maschineningenieur Toni Niederberger: «Wir entwickeln Hightech-Produkte.» Wenn ein Produkt reif sei, werde es in ein Spin-off ausgegliedert. Er erwähnt als Beispiel die Serbot AG. Die Firma existiert seit 2009 und stellt mobile Roboter für die Reinigung von Fassaden und Solarpanels her. «Da haben wir weit über 15 Millionen Franken investiert. Hardware, Software, die ganze Feinmechanik hat die Niederberger-Engineering entwickelt.» Die Firma ist heute in ­Buochs beheimatet. Ob das so bleibt, kann Niederberger zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen.

Bereits seit gut einem Jahr hat die Imprimere AG – eine 2015 gegründete Spin-off-Firma – ihren Sitz ebenfalls in Schattdorf. Ein Produkt ist der Big-3D-Drucker. Er stellt Objekte aus Stahlbeton her. Die Maschine reiht Betonschichten von unten nach oben aufeinander, bis das Objekt fertig ist. Es können bis zu sechs Meter hohe und sieben Meter breite Teile hergestellt werden.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.