KANTON URI: Pflanzen verursachen Probleme – Uri handelt

Mehrere Pflanzen- und Tierarten haben sich in den letzten Jahren in der Schweiz unangenehm bemerkbar gemacht. Der Kanton Uri will gegen diese biologische Invasion vorgehen.

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Riesen-Bärenklaubestand an der Böschung einer Deponie. (Bild pd)

Riesen-Bärenklaubestand an der Böschung einer Deponie. (Bild pd)

Verschiedene Pflanzen- und Tierarten wurden aus anderen Kontinenten in die Schweiz eingeführt. Einige davon verursachen laut Mitteilung des Kantons Uri Gesundheitsprobleme, verdrängen einheimische Arten oder beschädigen Uferböschungen oder Bauwerke. So enthält zum Beispiel der Riesen-Bärenklau giftige Substanzen. Eine Berührung der Pflanze bei gleichzeitiger oder nachfolgender Sonneneinstrahlung kann unter anderem zu Hautentzündungen oder Fieber führen. Zwar ist der Riesen-Bärenklau im Kanton Uri noch selten anzutreffen, doch er könnte sich schnell verbreiten.

Deshalb will der Kanton Uri handeln und eine Ausbreitung verhindern. «Man muss den Wurzelstock mit einem Spaten oder einer Hacke durchtrennen und danach die Standorte regelmässig auf neu ausschlagende Pflanzen kontrollieren», weiss Beat Zgraggen. Er bekämpft den Riesen-Bärenklau entlang der Reuss und des Schächens. Nebst der eigentlichen Bekämpfung der Pflanzen, werden in den nächsten Tagen Informationsblätter in alle Haushaltungen des Kantons Uri verschickt. Die Blätter sollen laut Mitteilung aufzeigen, wie mit den Problempflanzen umzugehen sei. Zudem hat der Regierungsrat eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die eine Strategie zur Bekämpfung der verschiedenen Pflanzen ausarbeiten soll.

sab