KANTON URI: «Polizisten haben sich korrekt verhalten»

Die Urner Polizei ist im Fall Ignaz Walker unter Beschuss geraten. Jetzt nimmt der Sicherheitsdirektor Stellung.

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Ignaz Walker verlässt nach der Urteilsverkündung des Urner Obergerichts das Rathaus in Altdorf. (Archivbild Urs Hanhart)

Ignaz Walker verlässt nach der Urteilsverkündung des Urner Obergerichts das Rathaus in Altdorf. (Archivbild Urs Hanhart)

bar. Bei den Ermittlungen im Fall Ignaz Walker haben gemäss «Rundschau» von Fernsehen SRF mehrere Urner Polizisten gegen die damals geltende Ausstandsgesetzgebung verstossen. Neben dem ermittelnden Polizisten M. sollen dies auch Kripo-Chef Ruedi Huber und Kommandant Reto Habermacher gewesen sein. «Beide haben sich damals korrekt verhalten», sagt aber der Urner Sicherheitsdirektor Beat Arnold im Interview mit unserer Zeitung.

Walker glaubt an Befangenheit

Walker hat gemäss Einvernahmeprotokoll verlangt, «dass die Beweisaufnahmen und alles Weitere durch Polizisten durchgeführt werden, die persönlich nichts gegen mich haben». Konkret meinte er damit M., der 2006 in ein Verfahren mit Walker verwickelt gewesen war. «Es ist gängige Rechtsprechung, dass ein Strafverfahren alleine noch keinen genügenden Grund für einen Ausstand darstellt», betont Arnold. «Deshalb bestand meines Erachtens keine Veranlassung, Mitarbeiter M. in den Ausstand zu versetzen.»

Keine Information notwendig?

In Uri wird vielerorts gemunkelt, M. habe die Vorgesetzten auf seine mögliche Befangenheit aufmerksam gemacht. Huber und Habermacher hätten den damaligen Sicherheitsdirektor Josef Dittli aber nicht über die protokollierten Ausstandsstreitigkeiten mit Walker orientiert respektive entscheiden lassen. «Wenn Vorgesetzte überzeugt sind, dass es in Sachen Ausstand überhaupt keinen Zweifel gibt, dann erübrigt sich meines Erachtens eine Information des Sicherheitsdirektors», hält Beat Arnold dazu fest.