KANTON URI: Rauchverbot: Erste Bilanz fällt durchzogen aus

Seit Anfang September gilt in Uri ein Rauchverbot in allgemein zugänglichen Räumen. Noch halten sich nicht alle daran: Erste Klagen gegen fehlbare Gastwirte sind bereits eingegangen.

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In den Urner Beizen hats noch zuviel Rauch. (Bild Corinne Glanz­mann/Neue LZ)

In den Urner Beizen hats noch zuviel Rauch. (Bild Corinne Glanz­mann/Neue LZ)

Die Gesundheits-, Sozial- und Umwelt­direktion hat nach den ersten drei Wochen seit dem Inkrafttreten des Rauchverbots eine erste Bilanz gezogen: Diese fällt durchzogen aus, wie es in der Mitteilung der Staatskanzlei Uri heisst.

In der Bevölkerung, bei vielen Gastwirten und beim Personal haben die Behörden eine hohe Akzeptanz gegenüber dem Volksentscheid festgestellt. Dies ist einerseits darauf zurückzuführen, dass es viele Leute begrüssen, in den Gaststätten vor den unangenehmen Auswirkungen des Rauchens geschützt zu werden. Andererseits ist dies auch Ausdruck des Respekts gegenüber dem zweimal vom Urner Stimmvolk bestätigten Willens, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Gaststuben sind keine «Raucherzimmer»
Doch es gibt Gastwirtschaftsbetriebe, die das Rauchverbot noch nicht korrekt umsetzen. Laut Medienmitteilung der Staatskanzlei Uri droht ihnen eine Verzeigung an die Staatsanwalt­schaft. So werde beispielsweise ein Stübli oder ein Saal kurzerhand als Nichtraucherbereich bezeichnet, während das eigentliche Gastlokal als Raucherzimmer deklariert werde. Das sei nicht zulässig, weil das geltende Recht genau das Gegenteil vorschreibe: vom allgemeinen Rauchverbot ausgenommen sind lediglich Raucherzimmer.

Raucherzimmer müssen von den anderen Räumen des Gebäudes getrennt und als solche gekennzeichnet werden. Als «andere Räume» sind die eigentliche Gaststube, die Küche, die Toiletten und der Eingangsbereich gemeint.

Inzwischen sind bereits einige Klagen zur unkorrekten Umsetzung des Rauchverbots in einzelnen Gaststätten eingegangen. Die Kantonspolizei wird diesen Eingaben nachgehen und fehlbare Gastwirte bei der Staats­anwaltschaft zur Anzeige bringen.

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