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KANTON URI: Regierung spricht sich für «Sion 2026» aus

Der Regierungsrat unterstützt Beiträge des Bundes an die Olympischen und die Paralympischen Winterspiele 2026 in der Schweiz. Er knüpft daran allerdings die Erwartung, dass nachhaltige Spiele veranstaltet werden.
Preparation ce mardi 6 fevrier 2018 de la CP du debut officiel de la campagne Sion 2026 OUI, a l'Aula du Lycee-college des Creusets a Sion. (KEYSTONE/Olivier Maire) (Bild: Keystone/Olivier Maire (Sion, 6. Februar 2018))

Preparation ce mardi 6 fevrier 2018 de la CP du debut officiel de la campagne Sion 2026 OUI, a l'Aula du Lycee-college des Creusets a Sion. (KEYSTONE/Olivier Maire) (Bild: Keystone/Olivier Maire (Sion, 6. Februar 2018))

Bruno Arnold

bruno.arnold@urnerzeitung.ch

Der Bundesrat möchte den eidgenössischen Räten vier Verpflichtungskredite in der Gesamthöhe von 909 Millionen Franken im Zusammenhang mit der Unterstützung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele Sion 2026 durch den Bund unterbreiten:

  • 8 Millionen Franken an die Kosten der Kandidatur;
  • 827 Millionen Franken zur Durchführung der Winterspiele;
  • 44 Millionen Franken an die Sicherheitskosten der Kantone;
  • 30 Millionen Franken für Finanzhilfen an die olympischen Sportanlagen von nationaler Bedeutung.

Die Urner Regierung hat sich in ihrer Vernehmlassung an den Bund positiv zu den Beiträgen geäussert. «Uri begrüsst die Durchführung solcher Grosssportanlässe in der Schweiz», heisst es in einer gestern veröffentlichten Medienmitteilung.

In vernünftigem Rahmen durchführen

Der Regierungsrat knüpfe an seine positive Haltung allerdings die Erwartung, dass die Schweiz nachhaltige Olympische Spiele veranstalte. «Sie müssen auf bestehenden Infrastrukturen aufbauen und in bescheidenem respektive vernünftigem Rahmen durchgeführt werden.» Der Regierungsrat erachte es für den Standort Schweiz als grosse Chance, gemeinsam und über alle Barrieren und Grenzen hinweg einen Grosssportanlass gemeinsam zu planen und durchzuführen. «Das Selbstbewusstsein der Schweiz als Nation kann gesteigert werden, und es entstehen wirtschaftliche Chancen für den Tourismus.»

«Es ist von allem Anfang an darauf zu achten, dass die Finanzen im Gleichgewicht bleiben», schreibt die Regierung zuhanden des Bundes. «Private und kommerzielle Organisationen dürfen Gewinne nicht alleine einstreichen, und allfällige Defizite dürfen nicht auf die öffentliche Hand abgewälzt werden. Dies betrifft vor allem die Bereiche Sicherheit, Verkehr und Infrastrukturen.»

Uri möchte mehr Engagement des Bundes

«Der Kanton Uri ist bereit, die Austragungsorte bei der Gewährleistung der Sicherheit im Rahmen eines interkantonalen Polizeieinsatzes zu unterstützen», so die Regierung. In ihrer Vernehmlassung hält sie aber auch fest, dass sie sich insbesondere im Bereich der Sicherheit ein noch grösseres finanzielles Engagement des Bundes wünschen würde. Und weiter gibt sie zu bedenken: «Die Sicherheitskräfte würden während gut drei Monaten in den betreffenden Kantonen fehlen. Deshalb wäre es zumindest 2026 nicht möglich, Einsatzkräfte parallel zu den Olympischen Winterspielen für eine weitere Grossveranstaltung wie etwa das WEF abzustellen.»

Das Konzept «Sion 2026» sieht den Walliser Hauptort als Host City vor. Die Wettkämpfe sollen in den Kantonen Wallis, Waadt, Bern, Freiburg, Graubünden und allenfalls Obwalden stattfinden – zum grossen Teil auf bestehenden Anlagen. Der Bundesrat lehnt eine eidgenössische Abstimmung über die Durchführung Olympischer Winterspiele in der Schweiz ab. Aus seiner Sicht fehlt die Zeit für einen Volksentscheid. Das eidgenössische Parlament könnte einen solchen dennoch verlangen.

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