KANTON URI: Sieben neue Deponiestandorte im Kanton Uri

Im Kanton Uri ist abgeklärt worden, wo neue Deponiestandorte sein könnten. Im Schlussbericht werden sieben neue Standorte vorgeschlagen.

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Ein Deponieplatz für Bauschutt. (Symbolbild Bruno A. Arnold/Neue ZZ)

Ein Deponieplatz für Bauschutt. (Symbolbild Bruno A. Arnold/Neue ZZ)

Der Regierungsrat hat Anfang 2007 die Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion (GSUD) beauftragt, eine Bestandesaufnahme der Materialflüsse im Kanton vorzunehmen, die verfügbaren Deponiekapazitäten abzuklären und neue geeignete Deponiestandorte zu evaluieren.

Die Ergebnisse der Untersuchungen und Abklärungen sind in einem Bericht zusammengestellt worden. Dieser wurde im vergangenen Jahr bei den Gemeinden und Korporationen, den direkt Betroffenen, den verschiedenen Verbänden und bei der breiten Öffentlichkeit in die Vernehmlassung gegeben, heisst es in einer Mitteilung der Standeskanzlei Uri.

Auf den Standort Eyen wird verzichtet
Mit dem nun genehmigten Schlussbericht werde auf den Standort Eyen in der Gemeinde Silenen vorläufig verzichtet, heisst es. Somit müssen sieben neue Deponiestandorte für Inertstoffe und unverschmutzten Aushub raumplanierisch gesichert werden. Der neu eingebrachte Standort Wassnerwald wird nicht in die Deponieplanung aufgenommen. Das Vorhaben könne zurzeit noch nicht beurteilt werden.

Für die Ablagerung von grossen Geschiebemengen bei Naturereignissen hat der Regierungsrat weitere neun Standorte bezeichnet. Diese sollen bei Naturereignissen kurzfristig in Betrieb genommen werden können.

Deponiestandorte in Kanonalen Richtplan aufnehmen
Der Regierungsrat wisse, dass der Verzicht auf den Standort Eyen kurz- und mittelfristig Engpässe bei den Deponiekapazitäten zur Folge haben wird.

Die neuen Deponiestandorte werden laut Mitteilung in den Kantonalen Richtplan aufgenommen. Die weiteren Planungs- und Projektierungsarbeiten würden dann den Standortgemeinden beziehungsweise den interessierten Unternehmungen obliegen.

ana