Kanton Uri startet neue Kampagne zur psychischen Gesundheit

Die Gesundheitsförderung Uri wendet sich mit Medienbeiträgen und dem «Emotionen-Alphabet» an die Bevölkerung.

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(pd/mu) Zum wiederholten Mal seien aufgrund der Covid-19-Pandemie einschneidende Einschränkungen notwendig, die Jede und Jeden beträfen, schreibt die Fachstelle Gesundheitsförderung Uri. Die herausfordernde Lage rund um die Corona-Pandemie und die notwendigen Massnahmen von Bund und Kantonen könnten verunsichern, belasten, wütend machen oder Ängste und Sorgen auslösen. Gerade in Zeiten der Unsicherheit sei es wichtig, die eigene psychische Gesundheit zu stärken, viel Verständnis aufzubringen, einander gegenseitig zu unterstützen und die sozialen Kontakte zu erhalten und zu pflegen.

Das «Emotionen-Alphabet» der nationalen Kampagne «Wie geht's dir?»

Das «Emotionen-Alphabet» der nationalen Kampagne «Wie geht's dir?»

Bild PD

Ab der kommenden Woche wird die Fachstelle Uri im Auftrag der Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion mit einer Serie von Medienbeiträgen das «Emotionen-Alphabet» sowie Anregungen zur Stärkung der psychischen Gesundheit bekannt machen.

Emotionen-Alphabet

Im Rahmen der nationalen Kampagne «Wie geht’s dir?» wird das «Emotionen-Alphabet» in den Mittelpunkt gestellt: von A wie «ausgebrannt» bis Z wie «zufrieden».

Wenn man auf die Frage «Wie geht’s dir?» präzisere Antworten finde als nur «gut» oder «schlecht», könne Jeder und Jede gezielter etwas für die eigene psychische Gesundheit tun. Wer sich bewusst mit seinen Gefühlen auseinandersetze und diese benennen könne – etwa, dass man sich «besorgt», «fröhlich», «gestresst», «leer» oder «optimistisch» fühlt – könne negative Gefühle gezielt adressieren und wenn nötig Hilfe holen. Auch das Wahrnehmen positiver Gefühle sei wichtig, so die Medienmitteilung der Fachstelle weiter. Wer merke, wann es ihm oder ihr gut geht und warum, könne diese wichtige Ressource nutzen.

Gefühle ernst nehmen und darüber reden

Die Gesundheitsförderung will die Urner Bevölkerung mit der Kampagne dazu motivieren, das eigene emotionale Alphabet zu erweitern. Es ist besonders wichtig, dass man in dieser herausfordernden Zeit die eigenen Gefühle ernst nimmt, sie mit anderen teilt und darüber redet. Familie und Freunde können hier eine wichtige Stütze für unser Wohlbefinden sein und uns in Krisen unterstützen. Manchmal fällt es aber leichter, mit Aussenstehenden zu reden und manchmal sind die Probleme so gross, dass es wichtig ist, sich professionelle Hilfe zu holen.

«Wie geht’s dir?» ist eine Kampagne der Deutschschweizer Kantone, der Stiftung Pro Mente Sana und der Gesundheitsförderung Schweiz. Die Fachstelle Gesundheitsförderung Uri setzt seit 2018 die Kampagne im Rahmen des kantonalen Aktionsprogramms «Psychische Gesundheit», als Erweiterung zu den bekannten «10 Schritte zur Psychischen Gesundheit» um.

Weiterführende Informationen unter www.gesundheitsfoerderung-uri.ch und www.wie-gehts-dir.ch.

Wichtige Nummern

Folgende Anlaufstellen bieten im Bereich psychische Gesundheit Rat und Hilfe: Fachstelle für Familienfragen und frühe Kindheit Uri (041 874 13 13); Fachstelle für Altersfragen Uri (041 870 42 25); SRK Uri (Koordination von Freiwilligeneinsätzen, 0418743075); Kontakt Uri (Suchtberatung, Jugendberatung, Elternberatung, 041 874 11 80); APP Uri (Ambulante Psychiatrie und Psychotherapie, 041 874 00 20); Beratung und Hilfe für Erwachsene (Die dargebotene Hand, 143); Beratung und Hilfe für Kinder und Jugendliche (Pro Juventute, 147).