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KANTON URI: Steuererklärung: Bald soll Papier gespart werden

Ein erster Meilenstein des Projekts Urtax wurde nun erreicht. Bis die Steuererklärung elektronisch übermittelt werden kann, dauert es aber sicher noch bis Ende des nächsten Jahres.
Florian Arnold
Symbolbild (Bild: Keystone)

Symbolbild (Bild: Keystone)

Florian Arnold

florian.arnold@urnerzeitung.ch

Wer heute in Uri seine Steuererklärung ausfüllt, benötigt zwei Dinge: viel Zeit und viel Papier. Nach dem Einreichen der Steuerdossiers beginnt in der Verwaltung ein schwerfälliger Prozess. Auf den Gemeindekanzleien werden einige Daten von Hand ins System übertragen, um eine provisorische Steuerrechnung zu erstellen. Dann werden die Dossiers zur abschliessenden Veranlagung der Kantonsverwaltung weitergereicht, wo wiederum viel Handarbeit vonnöten ist. Eigentlich unvorstellbar im Zeitalter von Computern und Internet.

Hier setzt das Projekt Urtax an. Es verfolgt das Ziel, kantons- und gemeindeübergreifend eine einheitliche Steuerlösung mit einer gemeinsamen Datenbasis zu schaffen. «Die gemeinsame Lösung ermöglicht für alle im Steuerwesen beteiligten Parteien eine Optimierung der heutigen Prozessabläufe durch die weitgehende Beseitigung von Schnittstellen», heisst es in einem Newsletter der Regierung, der am gestrigen Mediencafé vorgestellt wurde. «Ausserdem bildet sie die notwendige Grundlage für eine effiziente Umsetzung von zukünftigen E-Government-Lösungen.»

«Optimierungen sind ausgeschöpft»

Heute gibt es in Uri 18 Gemeindesteuerämter sowie eines beim Kanton. Für den Steuerbezug sind die Gemeinden zuständig, für die Veranlagung der Kanton. Gearbeitet wird heute noch mit drei unterschiedlichen Computerprogrammen, die untereinander nicht kompatibel sind. «Es ist sehr schwer, die Daten auszutauschen», sagt Finanzdirektor Urs Janett. «Gleichzeitig ist das Potenzial ausgeschöpft, um die Prozesse weiter zu optimieren.»

In Uri kommt man also nicht darum herum, in sämtlichen Gemeinden und beim Kanton dasselbe Computerprogramm einzuführen. «Hierbei herrscht auch bei den Gemeinden Konsens», sagt Finanzdirektor Urs Janett. Umgestellt werden soll auf das Programm Nest, das in Uri bereits bisher am meisten genutzt wird und auch auf dem Kantonssteueramt läuft. Vor einem Jahr hat der Landrat einen Kredit von 1,2 Millionen Franken einstimmig gutgeheissen. Zwölf Gemeinden müssen nun ihr bisheriges System aufgeben. Finanziert wird die Umstellung vollumfänglich vom Kanton. «Es ist ein Effizienzgewinn für den Kanton und die Gemeinden», gibt sich der Finanzdirektor überzeugt. Das investierte Geld soll also durch höhere Effizienz egalisiert werden.

Dossiers sollen online verfügbar sein

Neben dem besseren Austausch zwischen Kanton und Gemeinden wird auch der Bürger von der Vereinheitlichung profitieren. Denn diese macht es erst möglich, dass die Steuererklärung einst elektronisch und papierlos übermittelt werden kann. Daneben soll jeder Bürger Einsicht auf sein elektronisches Steuerkonto und sein Steuerdossier nehmen können sowie die Einreichefrist für die Steuererklärung online verlängern können.

Ein erster Meilenstein wurde im März erreicht. Dann konnte eine Analyse der Ist-Situation abgeschlossen werden. Arbeitsgruppen erstellen nun ein Konzept, danach kommt die Umsetzung, bevor das neue System schliesslich eingesetzt wird. Laut Finanzdirektor sollen die elektronischen Lösungen ab Oktober 2018 genutzt werden können.

Für die Umsetzung von Urtax hat die Regierung vier Grundsätze festgelegt:

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