Kanton Uri stuft Waldbrandgefahr als erheblich ein

Der Sommer war bisher nicht nur heiss, auch die Niederschlagsmenge war gering. Dies führt zu trockenen Böden. Die Urner Behörden rufen die Bevölkerung zu grösstmöglicher Vorsicht und Sorgfalt auf.

Bruno Arnold
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Urner Fachleute empfehlen, das Feuern im Wald und in Waldesnähe respektive im Freien möglichst zu unterlassen. (Bild: Keystone)

Urner Fachleute empfehlen, das Feuern im Wald und in Waldesnähe respektive im Freien möglichst zu unterlassen. (Bild: Keystone)

Die Fachstellen im Amt für Forst und Jagd des Kantons Uri sowie die Abteilung Feuerwehrinspektorat beurteilen die Waldbrandgefahr in Uri als erheblich (Stufe 3 von 5). «In unserem Kanton hat es allerdings in den letzten Tagen und Wochen regional unterschiedliche Regenmengen gegeben», sagt der Urner Feuerwehrinspektor Stefan Dahinden. Gemäss Aussagen von Mitarbeitern des Amts für Forst und Jagd präsentiere sich die Situation deshalb auch unterschiedlich. Generell habe man zurzeit in Uri noch keine Gebiete mit einer besonders kritischen Lage.

Verantwortliche geben Empfehlungen ab

Die Bevölkerung wird aufgrund der aktuellen Situation zu einem sorgfältigen Umgang mit Feuern im Wald und in Waldesnähe sowie im Freien aufgefordert. «Es besteht die Gefahr, dass aufgrund von weggeworfenen Raucherwaren oder wegen Funkenflugs eines Grillfeuers Brände entstehen», heisst es in einer Medienmitteilung der Sicherheitsdirektion vom Dienstag. Folgende Verhaltensregeln werden von den Verantwortlichen der Sicherheitsdirektion Uri dringend empfohlen:

  • Feuern im Wald und in Waldesnähe respektive im Freien möglichst unterlassen;
  • keine brennenden Raucherwaren und Streichhölzer wegwerfen;
  • nur fest eingerichtete Feuerstellen benützen;
  • bei starkem Wind – vornehmlich vor und während Gewittern – wegen des starken Funkenflugs kein Feuer entfachen;
  • Feuer nie unbeaufsichtigt lassen;
  • Feuer vor dem Weggehen immer löschen und sicherstellen, dass Feuer und Glut tatsächlich erloschen sind;
  • den Anweisungen der lokalen Behörden unbedingt Folge leisten.

Neue Beurteilung erfolgt am Freitag

Welche Massnahmen mit Blick auf die Feierlichkeiten rund um den Schweizer Nationalfeiertag vom 1. August respektive auf die geplanten Höhenfeuer und Feuerwerke im Kanton Uri getroffen werden müssen, soll am Freitag, 26. Juli, entschieden werden. «Treffen die prognostizierten Regenfälle ein, dann wird die Gefahrenstufe nicht erhöht», so Dahinden. «In diesem Fall müssten wir keine Verbote erlassen.» Falls aber für die kommende Woche eine neue Hitzewelle mit anhaltender Trockenheit und nur geringfügigen Niederschlägen angesagt werde, dann würden die konkreten Massnahmen nochmals genau beurteilt.

Weitere Informationen findet man im Internet unter www.naturgefahren.ch, www.waldbrandgefahr.ch sowie auf der App von MeteoSchweiz (unter Gefahren).