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KANTON URI: Trachtenfahne wird feierlich ausgerollt

Das war ein grosser Tag für die Urner Trachtenleute. Zum 75-Jahr-Jubiläum schenkten sie sich nicht nur eine Festschrift, sondern auch ein neues Erkennungszeichen. Die alte Fahne wird nun ins Staatsarchiv gebracht.
Robi Kuster
Ein Höhepunkt des Trachtenfests: Fahnengötti Hans Arnold, Fahnengotte Madlen Walker, Kantonalpräsidentin Martha Zwyssig und Pfarrer Daniel Guillet bei der Segnung der neuen Fahne. (Bild: Robi Kuster (Spiringen, 29. April 2017))

Ein Höhepunkt des Trachtenfests: Fahnengötti Hans Arnold, Fahnengotte Madlen Walker, Kantonalpräsidentin Martha Zwyssig und Pfarrer Daniel Guillet bei der Segnung der neuen Fahne. (Bild: Robi Kuster (Spiringen, 29. April 2017))

Robi Kuster

redaktion@urnerzeitung.ch

Pfarrer Daniel Guillet fand bei der feierlichen Einweihung der neuen kantonalen Trachtenfahne in Spiringen die passenden Worte. «Ein gutes Haus kann nur auf einem guten Fundament, wie einem Felsen, Bestand haben», sagte er. Mit diesem Fundament meinte Guillet die gelebte Gemeinschaft, die unter der gemeinsamen Fahne Halt finde.

Der gebürtige Schaffhauser verhehlte nicht, dass ihm der Kanton Uri anfänglich steinig vorgekommen sei. Nun habe er diese Steine lieb gewonnen, weil sie bodenständig seien wie das Brauchtum. Die Fahne verleihe festen Boden unter den Füssen und halte zusammen.

Alte Fahne war sogar bei Papstbesuch dabei

Kantonalpräsidentin Martha Zwyssig verabschiedete mit etwas Wehmut die alte Fahne. 59 Jahre habe sie den Trachtenleuten gedient, habe viele Auftritte erlebt und sei sogar beim Papst in Rom gewesen, und nun habe sie eine Bleibe im Staatsarchiv Uri erhalten. Sie wurde zum Abschied genauso vorsichtig und ehrfürchtig eingerollt wie die neue ausgerollt wurde.

Der Jubel ging hoch, als Fahnengötti Hans Arnold und Fahnengotte Madlen Walker das Geheimnis lüfteten. Die Fahne wusste auf Anhieb zu gefallen. Schwarz und Gelb verkörpern die Urner Farben. Der von der Drehung vergrösserte Trachtenrock symbolisiert die Bewegungen beim Trachtentanz, und die Blumen mit den Verzierungen im Trachtengewand deuten auf die Tradition hin. Die Fahnenweihe wurde feierlich umrahmt vom Trachtenchor Erstfeld unter der Leitung von Michel Huser und der Tanzgruppe von Irene Gisler und Markus Briker, die unter den Klängen der Trachtenmusik im Hauptgang der Kirche tanzte. Anschliessend erwiesen die Trachtenfahnen aus den umliegenden Urner Orten und den Kantonen Schwyz, Nidwalden, Luzern, Zug und Glarus ihre Reverenz und begrüssten die neue Urner Fahne mit einem Gruss.

Festschrift ist zum Selbstkostenpreis erhältlich

Zum 75-Jahr-Jubiläum gehörte nicht nur die Einweihung der neuen Fahne, sondern auch der Rückblick auf die vielen bewegten Jahre der Kantonalen Trachtenvereinigung Uri. Dazu verfassten Michel Huser und Lorenz Zberg im Auftrag des Kantonalvorstandes eine ausführliche Festschrift mit beigelegter CD der Chronikinhalte, vielen Fotos und Informationen zur Geschichte der Vereinigung.

Mit Stolz präsentierten Lori Zberg und OK-Präsident Josef Arnold die 60 Seiten starke Festschrift nach der Delegiertenversammlung. Die Festschrift ist für 10 Franken zu kaufen. So viel kostete allein die Herstellung. Josef Arnold bedankte sich bei allen Sponsoren. Ohne sie hätte das Jubiläum in diesem Umfange nicht stattgefunden, meinte er.

Breites Angebot mit Theater, Musik und Tanz

Der Abend war ganz dem Feiern gewidmet. Ein Theaterstück der Trachtengruppe Erstfeld mit Bernadette Wipfli stellte auf witzige Art die verschiedenen Gruppen vor. In bunter Reihenfolge zeigten die Tanzgruppen aus Erstfeld, Seelisberg, Spiringen, Altdorf, Bürglen, Flüelen und Andermatt ihr Können. Dazwischen sangen der Trachtenchor Erstfeld «Dr Friede wänd miär ha» von Michel Huser und das Jodelduo Theres und Elisabeth Hefti aus Glarus Lieder und Naturjutz. Mit von der Partie waren auch die Alphornbläser und Fahnenschwinger. Rene Bricker, Hans Briker und Sepp Bühlmann sind selber Mitglieder von drei verschiedenen Trachtengruppen.

Der Abend gefiel durch Abwechslung, Witz und rassige Klänge zum Ausklang. Das Ländlertrio H20 aus Buochs unterhielt die vielen Gäste weit in die Nacht hinein und sorgte für Hochbetrieb auf dem Tanzboden.

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