Kanton Uri unterstützt den Tourismus mit beträchtlichen finanziellen Mitteln

Volkswirtschaftsdirektor Urban Camenzind zeigte im Landrat auf, wie viel Geld fliesst und welche Organisationen und Projekte davon profitieren.

Markus Zwyssig
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Auch die Plätze fürs temporäre Campieren, wie hier in Unterschächen, werden finanziell unterstützt.

Auch die Plätze fürs temporäre Campieren, wie hier in Unterschächen, werden finanziell unterstützt.

Bild: PD

Der Kanton Uri fördert den Tourismus mit 650'000 Franken jährlich. Davon gehen 400'000 Franken an die Uri Tourismus AG. Das sagte Volkswirtschaftsdirektor Urban Camenzind am Mittwoch im Landrat auf eine Frage von Franz Christen (CVP, Schattdorf). Zusätzlich erhält die Organisation 100'000 Franken für übergeordnete Aufgaben. «Damit soll sie die Zusammenarbeit zwischen den Tourismusregionen fördern und Projekte im Kanton Uri gemeinsam umsetzen», so Camenzind. Die finanziellen Mittel, welche die Gemeinden Uri Tourismus zahlen, liegen in der Höhe von rund 360'000 Franken.

Zusätzlich werden laufend Tourismusprojekte mit Geldern der Neuen Regionalpolitik des Bundes (NRP) unterstützt. Für die aktuelle vierjährige Umsetzungsperiode stehen A-fonds-perdu-Mittel von 4 Millionen Franken und 6,6 Millionen Franken Darlehen für den Tourismus zur Verfügung. «Viele Projekte stammen auch aus dem Urner Unterland», so Camenzind. Im Rahmen der Förderung der Seilbahnen werden aktuell die Bahnen aufs Biel, aufs Brüsti und auf die Eggberge unterstützt. Geld erhalten zudem die Ladestationen von E-Bike-Land und die temporären Camper-Stellplätze, die Interessengemeinschaft Wiege der Schweiz, der Weg der Schweiz oder die Geschichtsreise Seelisberg-Rütli. Zudem hat der Regierungsrat beschlossen, den von der Coronakrise stark betroffenen Betreibern von Restaurants und Hotels entgegenzukommen. Für das aktuelle Jahr muss das Gastgewerbe 25 Prozent weniger Abgaben an den Kanton und die Gemeinden zahlen.

Camenzind versicherte, dass man laufend mit den Tourismusorganisationen in engem Kontakt ist. Er betonte jedoch: «Wir erwarten aber auch das Engagement der betroffenen Betriebe und deren Zulieferer. Fehlt dies, geht es nicht.»