KANTON URI: Uri: Neuschätzung tritt per 2011 in Kraft

Das Urner Amt für Steuern hat rund 70 Prozent der 17'500 Grundstücke neu geschätzt. Erste Auswertungen zeigen, dass sich Vermögenssteuerwerte stärker erhöhen als erwartet.

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Das Ausmass des Anstiegs der Steuerwerte ist sehr unterschiedlich. Es besteht von Gemeinde zu Gemeinde und innerhalb der Gemeinden eine grosse Streuung, so die Finanzdirektion des Kantons Uri.

Erste Auswertungen zeigen, dass sich die Vermögenssteuerwerte mit der laufenden Neuschätzung im Durchschnitt um 45 Prozent und die Eigenmietwerte im Durchschnitt um 8 Prozent erhöhen. Die Neuschätzungen wirken sich erstmals auf die Steuerrechnung 2011 aus. Bisher war vorgesehen, die allgemeine Neuschätzung der Grundstücke auf den 1. Januar 2010 in Kraft zu setzen. Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Situation hat der Regierungsrat jedoch beschlossen, den Termin zu verschieben.

Anstieg stärker als erwartet
Die Neuschätzung der Grundstücke wurde im September 2006 beschlossen. Bis Ende April 2009 waren rund 72 Prozent der nichtlandwirtschaftlichen und 65 Prozent der landwirtschaftlichen Grundstücke geschätzt. Bis Ende 2009 ist die Schätzung voraussichtlich zu 98 Prozent abgeschlossen. Im Vorfeld der Neuschätzung ging man von einem Anstieg der Vermögenssteuerwerte um rund 35 Prozent aus. Der tatsächliche Anstieg liegt nun im Durchschnitt bei zirka 45 Prozent.

Die Kosten der allgemeinen Neuschätzung werden je zur Hälfte vom Kanton und von den Gemeinden getragen. Die Gesamtkosten der allgemeinen Neuschätzung betrugen per Ende April 2009 rund 1.5 Mio. Franken. Somit zeichnet sich ab, dass nicht der gesamte Kredit von 2.7 Mio. Franken aufgewendet werden muss.

ost