KANTON URI: Urner Schulkarte: Auf verwirrende Details verzichtet

Die Karten des Kantons Uri für den Geografieunterricht sind nach 26 Jahren überarbeitet worden. Die veralteten Daten wurden dabei korrigiert und die Karte an die Bedürfnisse der Schulkinder angepasst.

Salome Infanger
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Die Verantwortlichen der Schulkarte (von links): Stefan Zgraggen, Damiano Fusco, Bruno Aschwanden, Daniela Bär, Anja Wild und Stefan Gisler. (Bild: Salome Infanger (Altdorf, 8. 2. 2017))

Die Verantwortlichen der Schulkarte (von links): Stefan Zgraggen, Damiano Fusco, Bruno Aschwanden, Daniela Bär, Anja Wild und Stefan Gisler. (Bild: Salome Infanger (Altdorf, 8. 2. 2017))

«Die neue Karte ist schülerfreundlicher geworden», freut sich Daniela Bär vom Amt für Volksschulen. «Wir haben ein modernes und attraktives Lehrmittel geschaffen.» Am Mittwoch konnte die Projektleiterin die neue Urner Schulkarte im Didaktischen Zentrum in Altdorf vorstellen. Auf der Landeskarte, die extra für die Schulen herausgegeben wird, ist das ganze Gebiet des Kantons Uri geografisch abgebildet. Das vorgängige Exemplar stammte aus dem Jahr 1991. Folglich waren einige Angaben wie Bevölkerungszahlen, Verkehrswege oder Baubestände veraltet und konnten nun korrigiert werden.

In den vierten Primarklassen wird die neue Karte nach wie vor ein obligatorisches Lehrmittel für den Geografieunterricht sein. Das Schülerfreundliche daran: Das Format ist kleiner und damit handlicher als eine übliche Landkarte. Ausserdem ist sie übersichtlicher, jedoch etwas weniger detailreich.

Um dies zu erreichen, wurde die Landeskarte im Massstab von 1:100000 dargestellt, der Inhalt der Karte sei jedoch nur so detailliert wie auf einer 1:200000er-Karte, wie Bruno Aschwanden erzählt, der sich seitens der Firma Lisag um den geografischen Teil der Landkarte gekümmert hat. So ist die Struktur der Urner Täler gut sichtbar, aber die Ortschaften sind vereinfacht.

Auf dem Deckblatt der neuen Karte ist – ganz in Gelb – eine Berglandschaft mit dem Schärhorn als Hauptsujet zu sehen, im Vordergrund der Uristier und die Gemeindewappen. Das Design stammt von der Grafikerin Anja Wild und ist an jenes der Urner Schulzeugnismappe angepasst, die sie vor zwei Jahren gestaltet hat. Gedruckt sei die Karte auf ein spezielles Papier, das reissfest ist, erklärt Damiano Fusco von der Druckerei Kuster.

Kostengünstiges Lehrmittel

«Nicht nur das Layout wurde geändert, auch die Produktionskosten konnten wir um ein Vielfaches senken», so Bär weiter. Neu kann die Urner Schulkarte, die bis anhin 25 Franken gekostet hat, für 4 Franken pro Stück verkauft werden. Grund dafür ist vor allem, dass keine Reproduktionskosten mehr an Swisstopo gezahlt werden müssen. Beim alten Exemplar hätten sich diese auf rund 9 Franken pro Stück belaufen, sagt Stefan Gisler vom Didaktischen Zentrum Uri. Der Lehrmittelverlag und -vertrieb hat eine Auflage von 4000 Exemplaren herausgegeben, die mindestens für zehn Jahre reichen sollte. Die alte Schulkarte wurde wegen des hohen Anschaffungspreises von einem Jahrgang zum nächsten weitergegeben. Mit den neuen Exemplaren kostet ein Klassensatz 80 statt 500 Franken. «Bei diesem Preis können wir uns vorstellen, dass die einzelnen Schüler die Karte behalten können», so Gisler.

Die Urner Viertklässler können nun wieder mit einer aktuellen Landkarte arbeiten, auf der neuste Bauwerke wie der Gotthard-Basistunnel abgebildet sind.

Salome Infanger

salome.infanger@urnerzeitung.ch