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KANTON URI: VCS schlägt zwei neue S-Bahn-Haltestellen vor

In 10 Minuten mit dem Zug von Erstfeld zum Gruonbach, in 8 Minuten von Sisikon zur Ruag in Altdorf – dank zwei neuen S-Bahn-Haltestellen. Das schlägt der VCS Uri vor.
Südlich des Gruonbachtunnels in Flüelen (Bild) soll eine der neuen S-Bahn-Haltestellen entstehen. (Bild: Urs Hanhart)

Südlich des Gruonbachtunnels in Flüelen (Bild) soll eine der neuen S-Bahn-Haltestellen entstehen. (Bild: Urs Hanhart)

Bruno Arnold

bruno.arnold@urnerzeitung.ch

Die S2 von Zug nach Erstfeld hält in Uri heute in Sisikon, Flüelen, Altdorf und Erstfeld. Anders ist die Situation im Kanton Zug. Zwischen Oberwil und Zug wurden in den vergangenen Jahren die Haltestellen Fridbach, Casino und Postplatz neu eröffnet. Zudem wurde die Linie zusätzlich bis Baar Lindenpark verlängert. «Ein ähnlicher Ausbau könnte in Uri realisiert werden», glaubt die Sektion Uri des VCS. Konkret schlägt sie zwei neue Haltestellen beim Gruonbach in Flüelen sowie bei der Ruag in Altdorf vor.

Die Haltestelle Gruonbach könnte nach Ansicht des VCS Uri gleich südlich des Gruonbachtunnels platziert werden. «Der Zugang für die Fussgänger würde über die Seestrasse erfolgen, die dort das Bahntrasse überquert. Nötig wären zwei kurze Perrons», so der VCS. «Mit dieser Haltestelle würden einerseits der Badeplatz Gruonbach und die Luftseilbahn Oberaxen leichter erreichbar. Anderseits bekäme das in den vergangenen Jahren stark nach Norden gewachsene Siedlungsgebiet von Flüelen einen direkten Bahnanschluss. Zusätzliche Geleise sind nicht erforderlich, auch in Sisikon halten die Züge auf den Durchfahrtsgeleisen.»

Gemeindepräsident befürchtet Einbussen

Der Flüeler Gemeindepräsident Simon Arnold zeigte sich auf Anfrage «alles andere als begeistert» von der Idee des VCS. «Ich zweifle grundsätzlich, ob auf der vom Neat-Verkehr bereits jetzt stark frequentierten SBB-Axen- strecke überhaupt noch zusätzliche Halte möglich sind.» Arnold befürchtet aber vor allem, dass mit einer S-Bahn-Haltestelle Gruonbach das aktuell sehr gute Auto-AG-Angebot für den nördlichsten Teil der Gemeinde Flüelen konkurrenziert würde. «Eine S2-Haltestelle dürfte unweigerlich einen Abbau der Zahl der Buskurse zur Folge haben.» Seiner Meinung nach müssten zudem in der Umgebung der neuen SBB-Haltestelle auch einige Parkplätze geschaffen werden, was angesichts des dortigen lokalen Platzangebots bereits jetzt sehr schwierig sei – etwa für die Badegäste. «Auch dürfte es für Rollstuhlfahrer wegen des Höhenunterschieds nicht ganz einfach sein, zur Haltestelle hinunter oder von dort zur Axenstrasse hinauf zu gelangen», so Arnold. Schliesslich sei die Situation in Flüelen nicht mit derjenigen in Zug zu vergleichen. Dort würden vor allem Pendler vom Angebot profitieren, während es in Flüelen vor allem ein paar Touristen sowie einige wenige Pendler wären.

Arbeitsplatzgebiete direkt erschlossen

«Ähnlich ideal ist die Situation bei Attinghausen», schreibt der VCS. Bei der ehemaligen Unterführung Walter Fürst sei noch immer ein kleiner Durchgang vorhanden, der als Zugang zu den Perrons genutzt werden könnte, die darüber auf beiden Seiten anzubringen wären. «Da bereits drei Geleise vorhanden sind, wären trotz haltender S-Bahn notfalls auch Zugsüberholungen oder -kreuzungen möglich», schreibt der VCS. «Das RUAG-Areal und der südliche Teil des Entwicklungsschwerpunkts Eyschachen würden direkt erschlossen. Diese Arbeitsplätze könnten so auch von ausserkantonalen Pendlern einfach erreicht werden», hält der VCS Uri fest. «Mit einer Bushaltestelle beim Kreisel Wysshus würde auch ein Anschluss ans Busnetz Richtung Altdorf und Schattdorf geschaffen.»

Grössere Distanzen als im Kanton Zug

Jede neue Haltestelle bedeute zwar eine Verlängerung der Fahrzeit von zirka 1 Minute. «Für alle, die direkt in den Zug einsteigen oder von diesem aussteigen können, verkürzen neue Haltestellen aber den Weg, wenn das Umsteigen und Umwege überflüssig werden.» Die Distanz vom Bahnhof Flüelen zum Gruonbach betrage 1,5 Kilometer, diejenige vom Bahnhof Altdorf zur Ruag rund 1,2 Kilometer. «Das ist noch immer viel mehr als zum Beispiel der Abstand von nur zirka 700 Metern zwischen dem Zuger Postplatz und Zug», so der VCS.

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