KANTON URI: Vorsicht: Jede dritte Zecke kann krank machen

Im Frühling sind Zecken am aktivsten – auch in Uri. Weil die Blutsauger auch tödliche Krankheiten übertragen, empfiehlt das Bundesamt für Gesundheit Urnern eine Impfung.

Anian Heierli
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Das Bundesamt für Gesundheit empfiehlt den Urnerinnen und Urnern, sich gegen Zecken zu impfen. (Symbolbild Neue LZ)

Das Bundesamt für Gesundheit empfiehlt den Urnerinnen und Urnern, sich gegen Zecken zu impfen. (Symbolbild Neue LZ)

Borreliose-Bakterien finden sich auch jeder dritten Zecke. Jede hundertste trägt das Frühsommer-Meningoenzephalitis-Virus (FSME) auf sich. Eine Infektion mit einem der beiden Erreger kann tödlich enden. Im Frühling sind die blutsaugenden Parasiten am aktivsten.

Trotzdem sei Panik unnötig, sagt der stellvertretende Kantonsarzt Thomas Arnold aus Bürglen. Denn Borreliose lässt sich gut behandeln und gegen FSME gibt es einen Impfstoff.

Symptome brechen erst nach Tagen aus

Ist FSME jedoch einmal ausgebrochen, heisst es warten. In 15 Prozent der FSME-Fälle befällt der Erreger das zentrale Nervensystem und entzündet die Hirnhaut. Die Folge sind Konzentrations- und Sprechstörungen, Schwindel, Lähmungen, bleibende Behinderungen oder der Tod.

Doch Arnold beschwichtigt: In den meisten Fällen verläuft die Krankheit harmloser. 7 bis 14 Tage nach dem Zeckenbiss treten grippenartige Beschwerden wie Kopfschmerzen, Fieber und Müdigkeit auf. Nach rund einer Woche ist die Infektion meistens überstanden.

Experten raten nun aber, sich impfen zu lassen. «Wer regelmässig in der Natur ist, soll dies tun», sagt Arnold.

Den ausführlichen Artikel zu diesem Thema finden Sie in der Printausgabe oder im E-Paper vom Montag 11. Mai 2013.