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KANTON URI: Weiterhin herrscht Frauenpower bei den Urner Amtsleuten

Die Urner Amtsleute feierten gestern ihren grossen Tag. Neuer Bruderschaftsvogt wird Adrian Zurfluh, und neu im Vorstand Einsitz nimmt Rebekka Mattli.
Georg Epp
Rebekka Mattli.

Rebekka Mattli.

Bereits zum 402. Mal trafen sich die Urner Amtsleute zur Bruderschaftsversammlung. Gemäss Gründungsstatut aus dem Jahre 1614 haben die Bruderschaftsmitglieder «alles zu unternehmen, was zur Erhaltung guter Freundschaft und zum ehrbaren Ansehen der Amtsleute beiträgt». Zu den Amtsleuten gehören die Mitarbeiter der kantonalen Verwaltung, der Urner Kantonalbank und des Kantonsspitals. ­Aktuell zählt man 732 Mitglieder, rund 200 waren an der diesjährigen Versammlung anwesend.

Die Zusammenkunft begann traditionell mit dem durch Dekan Daniel Krieg zelebrierten Gottesdienst. Für die musikalische Verschönerung sorgten Lea Tschalèr und der Amtsleutechor unter der Leitung von Kurt Rohrer. Im Uri­stiersaal freute sich Vogt Andrea Gnos Stadler, diverse Gäste, unter ihnen Landammann Beat Jörg, speziell zu begrüssen. Das 25-köpfige Amtsleutespiel unter der Leitung von Hubert Kempf sorgte mit zackiger Blasmusik für gute Stimmung.

Der Frauenanteil im Vorstand bleibt unverändert

Turnusgemäss gibt es im Vorstand der Urner Amts- und Spielleute alle zwei Jahre ein Sessel­rücken. Für die abtretende Frau Vogt Andrea Gnos Stadler rückt Adrian Zurfluh als neuer Bruderschaftsvogt nach, neuer Brettmeister wird Markus Frösch, und als neue erste Revisorin amtet für die nächsten zwei Jahre Antonella Valente. Als neues Mitglied in den Vorstand wurde Rebekka Mattli, die stellvertretende Grundbuchverwalterin der Justizdirektion Uri, einstimmig gewählt. Damit ist Frauenpower im Vorstand der Urner Amts- und Spielleute auch in Zukunft gesichert. Alle zwei Jahre wird auch die Rechnungsablage traktandiert. Das Jubiläum 400 Jahre Urner Amts- und Spielleute im Jahre 2014 sorgte für ein Minus von rund 3000 Franken, das Vermögen beträgt aber immer noch rund 35 000 Franken.

Jörg dementiert schlechtes Image der Staatsangestellten

«Wer nicht mit der Zeit geht, muss mit der Zeit gehen», so der Kernsatz der abtretenden Frau Vogt. Sie stellte fest, dass die Bruderschaft die Regeln so anpasst, «dass sie unseren jeweiligen Gegebenheiten entsprechen, dabei aber den Kerngedanken der Bruderschaft, nämlich die Brüderlichkeit, die Solidarität, Freundschaft und Hilfsbereitschaft der miteinander verbundenen Mitglieder, bewahrt hat».

Landammann Beat Jörg korrigierte das schlechte Image der Staatsangestellten mit viel Witz und Humor. «Sie sind mit Freude an der Arbeit», sagte Jörg. «Wer immer Freude an der Arbeit hat, der ist zufrieden mit dem Beruf. Und wer zufrieden ist, der jammert nicht darüber.» Zusammenfassend meinte er: «Sie leisten eine anspruchsvolle und strenge Arbeit; machen Sie weiter so! Sie sind erfolgreich in Ihrer Arbeit, machen Sie Ihre Erfolge im Volk sichtbar! Sie sind mit Freude an der Arbeit; behalten Sie die Freude, aber jammern Sie mehr!»

35 Bruderschaftsmitglieder konnten ein Dienstjubiläum feiern, Walter Arnold, Hanspeter Wyrsch, Margrith Rothenbühler, alle Baudirektion, und Ruth Wipfli UKB blicken auf 40 Dienstjahre zurück. Der 403. Amtsleutetag geht am 19. Oktober 2017 über die Bühne.

Georg Epp

Im Vorstand der Amtsleute gab es turnusgemäss ein Sesselrücken (von links): Antonella Valente, Andrea Gnos Stadler, Weibel Karl Kempf, der neue Bruderschaftsvogt Adrian Zurfluh, das neue Vorstandsmitglied Rebekka Mattli und Markus Frösch. Bilder: Georg Epp (Altdorf, 20. Oktober 2016)

Im Vorstand der Amtsleute gab es turnusgemäss ein Sesselrücken (von links): Antonella Valente, Andrea Gnos Stadler, Weibel Karl Kempf, der neue Bruderschaftsvogt Adrian Zurfluh, das neue Vorstandsmitglied Rebekka Mattli und Markus Frösch. Bilder: Georg Epp (Altdorf, 20. Oktober 2016)

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