Kanton Uri will Gesundheitsnetzwerk

Um dem drohenden Hausärztemangel vorzubeugen, will der Kanton Uri ein Gesundheitsnetzwerk aufbauen und den Notfalldienst neu ordnen. Der Kredit für die Ausarbeitung eines entsprechenden Konzeptes war im Kantonsparlament am Mittwoch unbestritten.

Drucken
Teilen
Das Kantonsspital Uri in Altdorf. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Das Kantonsspital Uri in Altdorf. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Der Urner Landrat hiess den Kredit von 105'000 Franken für die Ausarbeitung des Konzeptes «Gesundheitsnetzwerk Uri» einstimmig gut. Mit dem Kredit soll bis 2014 abgeklärt werden, welche Massnahmen die medizinische Grundversorgung im Kanton Uri längerfristig sicherstellen und wie die Gemeinden und der Kanton die Rahmenbedingungen für Hausärzte verbessern können. Vorgeschlagen werden eine bessere Vernetzung der Praxen untereinander und mit dem Kantonsspital, die Einführung eines elektronischen Patiententdossiers sowie die Übernahme der Kosten für die Praxisinfrastruktur durch die öffentliche Hand.

Sämtliche Fraktionen im Landrat forderten ein schnelles Vorgehen, um den Mangel an Hausärzten nicht akut werden zu lassen. SP-Landrat und Hausarzt Toni Moser (Bürglen) verwies darauf, dass Uri nur begrenzt auf die Attraktivität des Hausarztberufs einwirken könne. FDP-Fraktionssprecherin Nicole Cathry (Altdorf) forderte auch ein Umdenken in der Bevölkerung. Früher habe es fast in jeder Gemeinde einen Hausarzt gegeben, künftige werde aber von den Patienten mehr Mobilität verlangt.

sda